Song of the day – Julian Dawson: Sigh Heart Don’t Break

Cologne again or

(Cologne again or)
Julian Dawson Live
© Julian Dawson

Julian Dawson: Sigh Heart Don’t Break. Ursprünglich auf der Scheibe ‚Travel on‘ von 1995, meine pesönliche  Lieblingsversion, a cappella gesungen,  findet sich aber auf der 2001er Live-CD ‚(Cologne again or) Julian Dawson Live.

Es gibt ja so Lieder, die begleiten einen durchs ganze Leben, wenn sie einen einmal gefunden haben. Einmal aufgetaucht gehen Sie einem nicht mehr verloren. Mal vergisst man sie eine zeitlang, aber dann tauchen sie unweigerlich wieder auf. Weil sie so schön sind. Oder so bedeutungsvoll. Oder weil man ein bestimmtes Ereignis damit verknüpft. Oder einen besonderen Menschen. So ein Lied ist ‚Sigh Heart‘ von Julian Dawson, einem meiner liebsten Singer /Songwriter.

Den ganzen Text bekommt ihr dann ganz unten, hier gibt es erstmal nur den Chorus:

 sigh heart don’t break
though the weight of the world brings you down
sigh heart don’t break
you have fallen so far
but you’ve still got your feet on the ground
you’ve still got your feet on the ground

Bei diesem Lied ist es, was mich betrifft, eine Mischung aus all den genannten Gründen – und natürlich gibt es eine kleine Geschichte dazu:

Als ich vor gut 12 Jahren die Liebe meines Lebens wieder traf, wundersamer weise in einer recht dreckigen Phase meines seltsamen Lebens, sind wir eines abends in ein Konzert in einen kleinen Club in Köln gegangen, ich kann mich nicht mehr an den Namen erinnern. Es war in einer Art Gewerbegebiet mitten in Köln, in meiner Erinnerung war direkt nebenan so einer Art Schrottplatz. In diesem Club spielte also Julian Dawson, der in den 80er Jahren einige Zeit in Köln gewohnt und Musik gemacht hat, unter anderem  zusammen mit BAP. Und bei einem Konzert mit BAP irgendwann in den mittleren 80ern in der Berliner Waldbühne habe ich den zum ersten Mal gehört. Als grossartigen Bluesharp-Spieler und Sänger, der dieser Band glatt die Show gestohlen hätte, weshalb er wohl auch nur drei eigene Lieder spielen durfte. Eine seiner bekanntesten Platten dürfte wohl ‚As real as Disneyland‚ von 1987 gewesen sein.

Anyway, ich war frisch uralt verknallt und glücklich und noch völlig verunsichert und fühlte mich, wie nach langer Zeit aus einer dunklen Höhle ans Licht gekommen. Und ich war zusammen mit dem Grund für all das Glück in diesem auf mich leicht verrottet wirkenden Club. Es waren viel zu wenig Leute da und ich fragte mich schon, wie hier eie schöne Konzertatmosphäre aufkommen soll – und dann kam dieser Mann auf die Bühne, in einem weissen Hemd über der alten Jeans, stellte sich hin – und fing an zu singen. A cappella. Sigh heart, don’t break.

Wow, das war wirklich eine Offenbarung. Diese Wahnsinnsstimme, die den Raum  komplett ausfüllte –  und dann dieses Lied mit diesem Text. Man kann ja vor Glück heulen… Damit ist die Geschichte natürlich noch lange nicht zu Ende, im Gegenteil, jeden Tag wird ein neues Kapitel geschrieben – aber damit es an dieser Stelle nicht noch rührseliger wird, dürft ihr euch ab hier alle weiteren Kapitel selber ausdenken. Jedenfalls, dieses Lied begleitet mich seitdem durchs Leben und es ist gut. Und im Moment ist mal wieder so eine Zeit ist, in der ich das Lied mindestens einmal am Tag hören muss und das war mir Anlass genug, das gute Stück zum Song of the day zu machen.

Julian Dawson übrigens fängt seine Solokonzerte meistens mit einem a cappella vorgetragenen Stück an und er kann das so unglaublich gut, dass es Gänsehaut produziert. Ihr seht, das o.g. war nicht das letzte Konzert, was wir von ihm besucht haben.

Leider habe ich keine einzige a cappella Aufnahme von diesem Lied gefunden, so dass ihr hier mit dem Text vorliebnehmen müsst. Allerdings gibt es eine schöne Seite bei Youtube, auf der seine aktuellsten Auftritte bei Berlin Guitars dokumentiert sind. Da habe ich ihn im Februar diesen Jahres zusammen mit Schwager und Schwiegersohn zum letzten Mal live gesehen. Den Link dazu gibt es HIER. Hört einfach mal rein. War wie immer ein wunderbares Konzert.

Und jetzt bleibt nur noch der Text, und der komm hier:

Sigh Heart (don’t break)

when you look through your window
all you see is rain
and you wonder if all your dreams
have been in vain
beyond the grey there’s blue
someone to pull you through
out of the darkness into the light again

when there’s tears on my pillow
every time you fall asleep
when charity’s failed
and you’ve got no faith to keep
when your hopes have faded away
wait for the break of day
to banish the blindness
and hold back the night again

CHORUS
sigh heart don’t break
though the weight of the world brings you down
sigh heart don’t break
you have fallen so far
but you’ve still got your feet on the ground
you’ve still got your feet on the ground

when the chance of a lifetime
has slipped right through your hands
you’ve tried to explain
but nobody understands
when the spark is gone from your eyes
it comes as a big surprise
that smile of a stranger
can make it all right again

© J. Dawson/R. Meuross

8 Antworten zu “Song of the day – Julian Dawson: Sigh Heart Don’t Break

  1. Pingback: Song of the Day – Julian Dawson zum Besuch der Queen | skyaboveoldblueplace

  2. frisch uralt verknallt… das klingt so gut! Ich bin gerade bei dem gedanklichen Kapitelweiterschreiben🙂 und höre mir dabei erst einmal den song an, egal ob a cappella oder nicht…
    Liebe Grüße,
    marlis

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  3. Pingback: Zitat des Tages (01) – Boris Cyrulnik | skyaboveoldblueplace

  4. Ich lasse mich gerne begeistern und bewegen – angekommen 😊

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  5. Hallo meineElke,
    ich hoffe, es geht Euch gut in dem Ort, dessen Namen ich grade mal vergessen habe. Bestimmt bekommt ihr viel erstaunliches erzählt über Gos’s own AbhörCountry. Ich werd euch das wunderbare Lied mal auf CD brennen.
    Liebe Grüsse und bis baldigst sagt der alte Kai

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  6. Danke für die wunderbare Erklärung, warum dieses Lied ein Lieblingslied ist und schade, dass es im Netz nicht zu hören ist. Es grüßt die Elfe aus dem Sauerland.

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