Michael Köhlmeier: Idylle mit ertrinkendem Hund – und warum wir die Stadt Köln DOCH loben wollen

Michael Köhlmeier Idylle mit ertrinkendem Hund

Michael Köhlmeier
Idylle mit ertrinkendem Hund

Der Autor
Michael Köhlmeier (1) ist ein  1949 in Österreich geborener Schriftsteller und Musiker, der auch als Moderator tätig ist. Er hat in verschiedenen Verlagen (Carl Hanser, Deuticke, Zsolnay, Haymon, dtv) zahlreiche Bücher veröffentlicht, vor allem Romane und – zusammen mit seiner Frau, der Autorin Monika Helfer (2), einige Kinder- und Jugendbücher. Zuletzt erschien in diesem Jahr der vielgelobte (3) Roman Die Abenteuer des Joel Spazierer (4). Am 3. Juli 2013 hielt er die fulminante Eröffnungsrede (5)  zu den diesjährigen Klagenfurter Tagen der Literatur, besser bekannt als Wettlesen um den Ingeborg Bachmann Preis.

Kleine Selbstbezichtigung mit Happy End
Das ist also mal wieder einer dieser Autoren, den ich in meinem bisherigen Leseleben aus mir heute unerfindlichen Gründen völlig ignoriert habe. Das ist schade, denn er ist, wie ich jetzt endlich feststellen durfte, ein richtig lesenswerter Autor,  den ich nun, nach der Lektüre dieses schönen Buches ganz sicher auf dem Zettel habe und weiter kennenlernen werde. Das wäre dann das Happy End.

Notwendige Abschweifung
Man kann der benachbarten Stadt Köln ja alles mögliche vorwerfen – und ich tue das gelegentlich sehr gern und mit einiger Vehemenz. Es finden sich nämlich in Köln: gruselige Nicht-Architektur, gekoppelt mit dem festen Willen, auf keinen Fall eine Art sinnvolle Stadtplanung zu betreiben, eine grundlose Selbstverliebtheit der Ureinwohner, die in der Regel den Hohen Dom (nebenbei bemerkt ein wunderbares Bauwerk mit eingebautem Parkhaus, einzigartig in Deutschland und weit darüber hinaus) ganz eng umkreist, die vermeintliche Weltoffenheit derselben, die über das eigene Veeedel eher selten hinaus horizontioniert, die vielgepriesene Toleranz, die sich am Ende allzu oft als pure Gleichgültigkeit entpuppt,  … und am Ende schliesslich der Ganzjahreskarneval, der mit der darob postulierten Anarchie so gar nichts zu tun hat. Ja, das kann man der heiligen Stadt Köln wirklich alles vorwerfen und mir fiele noch der eine oder andere weitere Punkt ein.
ABER eines kann man ihr nicht vorwerfen, der heiligen Stadt Köln, nämlich, dass sie keine LITERATURSTADT sei. Das ist sie nämlich, die Stadt Köln. Mit grossartigen Buchhandlungen wie der von Klaus Bittner (6), der Buchhandlung Walther König (7) oder der Lengfeldschen Buchhandlung (8), um nur ein paar zu nennen. Mit einer der besten Statdtbibliotheken in  unserem Land (9), mit dem Kölner Literaturhaus (10) , mit der immer grösser werdenden Leseorgie lit.cologne (11). Ja, auch der, wenn man mich fragt, beste Literaturredakteur/-kritiker/-moderator Denis Scheck (12) hat seinen Wohnort in Köln (und soll daselbst einen nicht unerheblichen Weinkeller sein eigen nennen).
Und last not least hat  Köln die grossartige Aktion EIN BUCH FÜR DIE STADT (13) + (14), die 2003 vom Kölner Literaturhaus und dem Kölner Stadtanzeiger initiiert und seitdem sehr erfolgreich jeweils im Herbst durchgeführt wird. Und dieses Jahr ist das Buch für die Stadt eben die Idylle mit ertrinkendem Hund von Michael Köhlmeier. Und SO bin ich nun endlich auch auf den Hund, bzw. an den Autor gekommen, denn das Buch liegt seit einigen Wochen in einer günstigen Sonderausgabe in allen örtlichen Buchhandlungen im Köln und Bonn und Umgebung und wartet auf seine Leser. Und wegen all dem wollen wir sie lieben, die Stadt Köln, jedenfalls manchmal.
Puuuh, Ende der Abschweifung!

Das Buch
Das Buch ist formal und inhaltlich betrachtet eine veritable Novelle, auch, wenn es nicht im Titel oder Untertitel angezeigt wird. Es gibt eine Menge Definitionen der Novellenform, ich bevorzuge ausnahmsweise die vom Geheimrat, aufgezeichnet von seinem literarischen Sancho Pansa:
„Denn was ist eine Novelle anders als eine sich ereignete unerhörte Begebenheit.“ (Goethe, Gespräche mit Eckermann, 29. Jan. 1827) (15)

Das klingt einfach poetischer und der Form angemessner, als z.B. diese dröge Definition, die sich im Duden findet:
Erzählung kürzeren oder mittleren Umfangs, die von einem einzelnen Ereignis handelt und deren geradliniger Handlungsablauf auf ein Ziel hinführt (16)

In der Tat ist es die kurze Erzählung von 100 Seiten in der, dem Genre entsprechend innerhalb einer Rahmenhandlung immer wieder neue kleine Geschichten erzählt werden.
Darum geht es: Der Schriftsteller Michael Köhlmeier, er wohnt und schreibt in der kleinen, historischen 16.000 Einwohner-Stadt Hohenems in Vorarlberg/Österreich bekommt Haus-Besuch von seinem Lektor Dr. Johannes Beer. Das ist ungewöhnlich, denn üblicherweise fuhr der Autor mit seinem neuesten Manuskript nach Frankfurt zu Verlag und Lektor. Beer lektorierte dann und der Autor hatte stante pede seine Korrektur-Vorschläge umzusetzen. Beer ist ein Mensch von 60 Jahren, eher steif im Umgang und als Lektor gleichermassen hoch geschätzt wie von den Autoren gefürchtet. Und er legt grossen Wert auf Privatheit und Distanz. Nun also überraschend Hausbesuch. Und der Lektor will auf gar keinen Fall in ein Hotel, nein, er will die drei Tage, die der Arbeitsaufenthalt vorsieht unbedingt beim Autor und dessen Frau Monika, ebenfalls Schriftstellerin, zu Hause übernachten. Der Autor ist überrascht, zumal Beer ihm auf seine steife Arteine Zeit vorher am Telefon auch noch völlig unerwartet und ‚aus Versehen‘  das Du anbietet:

Und dann am Telefon – nach einem, in einem unbedachten Augenblick entschlüpften DU: „Ich schlage vor, wir sollten in Hinkunft auf diese Weise miteinander sprechen.“ (Seite 16 der Sonderausgabe des Buches für die Aktion „Ein Buch für die Stadt“, © Deutsche im Zsolnay Verlag, Wien)

Der Lektor kommt also in das winterliche, schneebedeckte Hohenems und es passieren verschiedene unerwartete Dinge. Beer, der als steif und unnahbar verschriene Mann, versteht sich auf Anhieb blendend mit des Autors Frau. Sie zeigt ihm – auch das unerwartet, denn das tut sie für gewöhnlich nie – freiwillig ihren ‚Dschungel‘, fast eine Art Urwald, den sie im Wintergarten des Hauses  angelegt hat, nachdem die Tochter Paula 21jährig vor 3 Jahren bei einem Berg-Unfall ganz in der Nähe des Hauses verstarb. Der Tod des Mädchens und das damit verbundene Trauma und die grosse Trauer, die das Leben des Autorenpaares bestimmt wird nun in jeder Geschichte, in jedem Satz des Buches auf eine sehr poetische, kunstvolle Weise miterzählt.

Den erzählerischen Kern der Novelle bildet das Zusammenspiel zweier Erlebnisse. Da ist einmal die wundersame Begegnung Dr. Beers auf einem seiner einsamen Spaziergänge mit einem herrenlosen Hund. Während dieser Begegnung freundet sich Beer, der eigentlich panische Angst vor Hunden hat, mit diesem scheinbar herrenlosen, gefährlich aussehenden und hungrigen Hund an und teilt mit ihm sogar sein Butterbrot, dass er als Proviant von Monika auf den Weg bekam. Wieder zu Hause angekommen erzählt Beer diese Geschichte völlig euphorisch und emotional aufgewühlt seinen Gastgebern. Und da ist zum anderen die namensgebende Geschichte zum Ende des Buches, in dem der Hund ebenfalls eine Rolle spielt: Diesmal machen Beer und Köhlmeier gemeinsam einen Spaziergang an den zugefrorenen Alten Rhein. Dabei sehen sie von weitem, dass ein Hund, eben DER Hund, weit draussen auf den Rhein gelaufen ist und zu ertrinken droht. Halb ist er schon eingebrochen, hängt nur noch mit Kopf und Vorderpfoten auf dem Eis, das ihm aber langsam unter den Pfoten wegzubrechen droht, zumal auch seine Kräfte mehr und mehr schwinden. Die beiden wollen den Hund retten, aber wie? Eine dramatische Erzählung in der Erzählung beginnt, in deren Verlauf Dr. Beer losläuft, um Hilfe zu holen und der Autor zum selber auf das Eis und zum Hund hingeht, um ihn zu retten. Am Ende liegt er auf dem Bauch auf dem Eis hält den Hund, der sich an seinem Jackenärmel festgebissen hat, an den Pfoten und kann nur noch, selber halb ertrinkend und erfrierend, auf Hilfe warten. Aber trotz der Gefahr, selber zu ertrinken lässt er den Hund nicht los. Er will ihn unbedingt retten, diesmal will er jemanden retten und nicht wieder verlieren, so, wie seine Tochter. Am Ende kommt tatsächlich die von Beer herbeigeholte Feuerwehr und rettet Mann und Hund und der Autor wird ins Krankenhaus eingeliefert zum ‚Wiederauftauen‘.  Er hat also den Hund tatsächlich gerettet.

Ein paar Seiten vor dieser dramatischen Wendung am Ende, die nebenbei gesagt extrem spannend zu lesen ist, stellt sich Köhlmeier ein Gespräch vor, was er mit dem Lektor gerne geführt hätte. Ich habe hier für mich die Essenz der Novelle gefunden, weshalb ich hier gerne einen längeren Auszug daraus zitieren möchte:

„Wie kann ich über den Tod unserer Tochter schreiben? “
„Willst Du darüber schreiben?“ „Das möchte ich, ja.“ „Ich denke, ich weiss, wo das Problem liegt. Du bist dir nicht sicher, ob du Literatur machen willst oder blosse Erinnerung, habe ich recht?“
Ich will, dass sie näher bei mir ist, wenn ich über sie schreibe.“ ….

„Dass ich nur über sie schreibe, wie sie gewesen ist. Dass ihr Leben also auch in der Literatur mit einundzwanzig Jahren endet. Das will ich nicht.“

„… Alle Erinnerungen enden in ihrem einundzwanzigsten Lebensjahr. Ich will aufschreiben, was weiter gewesen sein könnte. Damit es ausserhalb von mir ist. Verstehst du das?“
„Das verstehe ich, ja, ich denke, das verstehe ich. Vielleicht ist das überhaupt der erste Impuls, wenn sich einer hinsetzt und eine Geschichte zu schreiben beginnt.“
„Und ich es ansehen kann und mir vorlesen kann. Und es auch andere sehen und sagen: Es ist wahr. Eigentlich: Es könnte wahr sein.“
„Mir würde dieser Impuls als komplette Theorie der Literatur genügen.“
„Theorien interessieren mich nicht.“ (Seiten 83 – 85 der Sonderausgabe des Buches für die Aktion „Ein Buch für die Stadt“, © Deutsche im Zsolnay Verlag, Wien)

Wie gesagt, das ist nicht das Ende der Geschichte, am Ende steht die oben erzählte Begebenheit mit dem ertrinkenden Hund. Konnte der Erzähler den Hund wirklich retten? Oder wird die Rettung nur erzählt?

Am Ende liegt der Autor jedenfalls im Krankenhaus und der Lektor verlässt das Schriftstellerpaar und das nicht fertig lektorierte Manuskript. Die letzten Sätze des Buches lauten:

Drei Tage behielt man mich im Krankenhaus. Das war natürlich übertrieben. Aber ich war der Held, der einem Hund das Leben gerettet hatte, und Helden, so wure mir versichert, werden mit besonderer Sorgfalt behandelt. …
Dr. Beer war gleich nach seinem Besuch im Krankenhaus zurück nach Frankfurt gefahren. Und schliesslich erhielt ich einen Brief, in dem er mir mitteilte, dass die weitere Arbeit an meinem Text ein jüngerer Kollege übernehmen werde. (Seite111 der Sonderausgabe des Buches für die Aktion „Ein Buch für die Stadt“, © Deutsche im Zsolnay Verlag, Wien)

Fazit
Das Buch, so kurz und so gut zu lesen es auch sein mag (ich habe grade mal atemlose 3 Stunden damit verbracht), wirkt noch lange in einem nach.
Es erzählt nicht nur die Geschichte einer Trauer und eines Traumas und wie zwei, die zusammengehören ganz unterschiedlich und doch gemeinsam damit umgehen.
Es erzählt auch, wie Wirklichkeit zur Literatur wird und Literatur zur Wirklichkeit. Und das in einer präzisen, unaufgeregten, poetischen Sprache. Es finden sich zahlreiche kleine Geschichten in einer grossen wieder und am Ende ist es fast wie ein Puzzle, dass man sich lesend zusammensetzt.

Ich möchte dieses Buch, für mich eine wirkliche Entdeckung, hemmungslos jedem empfehlen, der die literarische Form der Novelle (so wie leider auch der Autor dieses Blogs) bisher eher langweilig fand. Und auch sonst jedem, der sich für das Thema und richtig gute, dabei gar nicht schwierig zu lesende Literatur interessiert.

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Köhlmeier

(2) http://de.wikipedia.org/wiki/Monika_Helfer

(3) http://www.zeit.de/2013/06/Michael-Koehlmeier-Abenteuer-des-Joel-Spazierer

(4) http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-24178-7

(5) http://bachmannpreis.eu/de/information/4253

(6) http://www.bittner-buch.de

(7) http://www.buchhandlung-walther-koenig.de/koenig2/index.php?check_pass=true

(8) http://www.lengfeldsche.de

(9) http://www.stadt-koeln.de/5/stadtbibliothek/

(10)  http://www.literaturhaus-koeln.de

(11) http://www.litcologne.de/startseite/

(12) http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/druckfrisch/index.html

(13) http://de.wikipedia.org/wiki/Ein_Buch_für_die_Stadt

(14) http://www.ksta.de/buch-fuer-die-stadt/15189664,15189664.html

(15) http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/Novellen/gattung.htm

(16) http://www.duden.de/rechtschreibung/Novelle#Bedeutung1

16 Antworten zu “Michael Köhlmeier: Idylle mit ertrinkendem Hund – und warum wir die Stadt Köln DOCH loben wollen

  1. Pingback: BIRLIKTE – Zusammenstehen – und warum wir die Stadt Köln DOCH loben wollen (II) | skyaboveoldblueplace

  2. Vielen Dank für die Besprechung, das kommt unbedingt auf meine Liste. Die Abenteuer des Joel Spazierer hatten mich bereits restlos begeistert. Auch mir war nicht klar, wieso dieser Autor so lange an mir vorbeigegangen ist;-)

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    • skyaboveoldblueplace

      lustig, vermutlich nennt man das cross commenting oder so, habe gerade Deine Besprechung von Joel Spazierer kommentiert. Michael Köhlmeier ist für mich eine echte Entdeckung.
      LG, Kai

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      • Lieber Kai, Cross-commenting klingt gut;-) Aber Köhlmeier ist wirklich eine Entdeckung, die Texte von ihm werde ich alle nach und nach lesen. Er hat eine unglaublich schöne Sprache und den gewissen Blick auf die Dinge, finde ich.
        LG, Rita

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  3. skyaboveoldblueplace

    Liebe Sandra, fasziniert hat es mich tatsächlich. Ich habe tatsächlich schon lange kein Buch wie dieses mehr gelesen. Auf einer anderen thematischen Ebene vielleicht noch von Philip Roth ,Mein Leben als Sohn‘.
    Die Iris hat sich jetzt erstmal fürs Wochenende zur Lektüre angemeldet – aber dann kann ich es Dir gerne geben.
    So, und nu: Nächtliche Grüsse ins schöne Elfenland sagt ein altes Zirkuspfeeerd

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  4. Die Wochenendlektüre steht hiermit fest!

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  5. Nun hast Du mich mit Deiner Besprechung aber sehr für die „Idylle“ begeistert, denn bisher habe ich immer spekuliert, dass mindestens der Hund ertrinkt und ich lehne – aus ganz persönlichen Gründen🙂 – Texte ab, in denen Tiere der wesentlichen literarischen Aussage wegen sterben müssen. Das scheint ja nun hier nicht der Fall zu sein. Also kommt die „Idylle“ auf meinen Lesewunschzettel – zumal ich noch nichts von Köhlmeier gelsen, den „joel Spazierer“ aber immerhin schon auf dem Sofa-Stapel liegen habe. Da scheine ich ja noch eine Autorenentdeckung vor mir zu haben.
    Vielen Dank für die schöne Besprechung und viele Grüße, Claudia

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    • Liebe Claudia, das freut mich sehr, dass ich Dir das Buch ein bisschen schmackhaft machen konnte. Für mich kam es ehrlich gesagt ziemlich überraschend. Ich kannte den Autor nur dem Namen nach – und natürlich von dieser fulminanten Bachmann-Preis-Eröffnungsrede. Und dann sah ich das kleine Buch in der Buchhandlung meines Vertrauens auf einem dieser bösen bösen Stapel liegen und hab reingelesen und musste das Ding gleich mitnehmen. Bin wirklich froh über den Stapel (schöne Grüsse an diese seltsame Diskussion bei SteglitzMind, inzwischen ist für mich fast JEDE Buchhandlung besser als Amazon), grosse Literatur.
      Viel Spass auf jeden Fall bei der Lektüre. Bin gespannt, wie Du es findest.
      Liebe Grüsse in die Nacht, Kai

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  6. Oh ha, das spricht aber WIRKLICH für die Stadt Köln, dass sie ausgerechnet Köhlmeiers „Idylle“ als Buch für die Stadt deklariert! Ich liebe diese Novelle schon seit geraumer Zeit, seitdem sie mir sehr ans Herz gelegt wurde. Was mir nicht bewusst war, ist die wirklich sehr offensive Nähe des Ich-Erzählers mit dem Autor selbst. Ich bin bei sowas ja immer vorsichtig. Aber du hast da offenbar prima recherchiert und das Ich ist nicht nur angedeuteterweise der Autor… Vielen Dank für die tolle Besprechung inklusive sonst von mir ungeliebter Abschweifung, die hier bereichernd ist🙂

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    • skyaboveoldblueplace

      Ja, liebe Laura, ich habe deshalb ja auch einen kleinen Teilfrieden mit der Stadt Köln gemacht, auf Bewährung natürlich… und ich bin auch nicht aus Düsseldorf!
      Aber ernsthaft, ich hab es tatsächlich als ein ganz grossartiges Buch empfunden – und die autobiografische Nähe des Autors zum Protagonisten ist in diesem Fall wohl tatsächlich real, aber eben hochliterarisch verarbeitet.
      Die Abschweifungen liebe ich leider sehr, ich glaube ja, das ganze Leben ist eine einzige Abschweifung. Aber weil das nicht alle mögen bin ich seit einiger Zeit dazu übergegangen, die Abschweifungen anzuzeigen, damit man bei Bedarf gleich an der richtigen Stelle weiterlesen kann.
      So, jetzt genug der Schweifungen jeglicher Art und liebe Grüsse in die Nacht,Kai

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  7. Ich danke ganz herzlich für diese großartige Besprechung, das Buch habe ich gerade gleich bestellt.🙂 Ich habe Michael Köhlmeier erst dieses Jahr für mich entdeckt, als ich „Die Abenteuer des Joel Spazierer“ gelesen habe – ein großartiger Schelmenroman. Seitdem möchte ich schon lange weiteres von ihm lesen, deshalb freue ich mich über diese tolle Empfehlung.🙂

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    • skyaboveoldblueplace

      Liebe Mara, sehr gern geschehn – und danke fürs Lob, obwohl ich mal wieder befürchtete, zu viel gelabert zu haben. Ich bin mir meiner Neigung zur epischen Länge und Breite ja schon bewusst – aber das ist nun so ein kleines grosses Buch, da musste es eben mal wieder sein. vVel Freude bei der Lektüre wünsche ich – und bin gespannt, ob es Dir auch sooo gefällt.
      Liebe Grüsse, Kai

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  8. Sehr spannend, man spürt die Faszination, die Du beim Lesen erlebt hast 😃

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