Michael Köhlmeier | Die Methode des Clowns hat verloren oder Deutscher Buchpreis – LLL 2014

Michael Köhlmeier | Zwei Herren am Strand

Michael Köhlmeier | Zwei Herren am Strand

Michael Köhlmeier   |   Zwei Herren am Strand
Roman. München, Hanser Verlag, 2014, 256 S.
ISBN 978-3-446-24603-4, 17,90 €

 

ERSTE notwendige ABSCHWEIFUNG
WAS ???       Jedes Jahr seit 2005 verleiht der Börsenverein des deutschen Buchandels den ‚Deutschen Buchpreis‘. Auf der Homepage dieses Preises heisst es dazu:

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die „Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung“ jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den besten Roman in deutscher Sprache aus. Ziel des Preises ist es, über Ländergrenzen hinaus Aufmerksamkeit zu schaffen für deutschsprachige Autoren, das Lesen und das Leitmedium Buch.
Quelle: http://www.deutscher-buchpreis.de/de/692946 (am 10.09.2014)

WER ???      Die Mitglieder der Jury 2014 (die Jury-Mitglieder werden jedes Jahr von den Mitgliedern einer „elfköpfigen Akademie Deutscher Buchpreis“ neu bestimmt, die wiederum vom Vorstand des Deutschen Börsenvereins berufen wird. Informationen über die Jury bekommt man  HIER.

WIE ???       Alle deutschsprachigen Verlage dürfen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt maximal zwei Ihrer Neuerscheinungen aus dem aktuellen Programm 2014 bei der Jury einreichen. Die Jury nominierte dann (ich hoffe mal, nach gründlicher Lektüre) im August 20 Autoren für die sogenannte LONGLIST, aus der dann am 10. September von eben dieser Jury  6 Romane  auf die SHORTLIST gewählt wurden. Die Preisverleihungsfeier fand am 6. Oktober während der Auftaktveranstaltung der Buchmesse in Frankfurt statt. Sie begann um 18 Uhr und um Punkt 18.55 Uhr wurde der Preisträger 2014 verkündet und geehrt. Man kann das HIER genau sehen und ich hoffe, die Leute haben sich auch ganz ganz genau an diesen Zeitplan gehalten, wo kämen wir sonst hin?

Gewonnen hat übrigens – ok, die meisten von Euch werden es eh schon wissen – der weithin als Favorit genannte Lutz Seiler mit seinem Hiddensee-Roman Kruso. Ich bin froh darum, denn erstens hat so auch der Suhrkamp-Verlag gewonnen und der kann derzeit wg. streitender  Inhaber und deswegen anfallender Anwaltskosten das Geld aus dem nun noch besseren Verkauf des Buches bestimmt gut gebrauchen  – und zweitens hat so der zweite Favorit, der ebenfalls und bestimmt zurecht hochgelobte Thomas Hettche mit seinem Roman Pfaueninsel nicht gewonnen. Der Roman mag zwar grossartig sein, aber mein Vorurteil gegen ‚Kostümfilme‘ möchte ich doch auch an dieser Stelle ein wenig pflegen…

Ach, wie auch immer man das alles finden und werten mag – es gab in diesem Jahr  eine Menge Diskussionen über den Preis, über die Nominierten auf der Longlist, über die Zusammensetzung der Geschlechter (mehr Männlein als Weiblein), auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. Alle, die es interessiert finden am Ende dieses Posts eine kleine, spezielle Spezial-Buchpreis-Legitimations-Diskussions-Linkliste.
ENDE DER ABSCHWEIFUNG

 

ZWEITE, klitzekleine, aber um so  NOTWENDIGEre ABSCHWEIFUNG
WAS HAT DAS ALLES MIT DER BLOGGEREI ZU TUN???       Nun ja, die lieben und verehrten Blogger-Kolleginnen  Claudia vom Grauen Sofa, Mara von Buzzaldrins Bücher und Vera von glasperlenspiel 13  haben anlässlich des diesjährigen Buchpreisausschreibens  eine schöne Aktion namens LongListLesen 2014 ins Leben gerufen, an der ich sehr gerne teilgenommen habe – am liebsten allerdings passiv!
Nun begab es sich aber, dass die liebe Claudia vom Grauen Sofa anfragte, ob ich wohl auch eines oder zwei der Longlistbücher besprechen wollen würde. Hm, also ich habe mich ein wenig geziert ob der Zwanghaftigkeit des Unternehmens (Schreibpflicht führt bei mir zu Schreibblockade, nach dieser Aktion ist es amtlich), aber dann doch zugesagt, denn den Köhlmeier hätte ich sowieso gelesen, mit oder ohne Liste. Und da kann ich ja auch gleich noch ne Besprechung machen, oder? Aber denkste und siehe drei bis vier Zeilen weiter oben… So, jetzt wisst Ihr Bescheid.
ENDE DER ABSCHWEIFUNG

 

DIE BESPRECHUNG
Jetzt liege ich hier also nackt und bäuchlings auf meinem zwei mal zwei Meter grossen Riesenbogen Bogen weissen Papiers und versuche, dabei immer um die eigene Achse drehend, mich spiralförmig auf diese Besprechung zuzuschreiben, quasi einen Brief an mich selbst zu schreiben, in der Hoffnung, meine Mitte zu finden, also das absolute Nichts…. Ach, das der schwarze Hundist so so schwierig! Dauernd bleibt man mit dem Bauch am Papier kleben, alles verkrumpelt, die Tinte verschmiert, bleibt an meinem Bauch haften und ich muss wieder von vorne anfangen.
Wie haben diese zwei Herren das nur gemacht? Aber mal von vorne an:

Marion Davies Beach House

Ms Davies Beach House.     zur Quelle: einfach aufs Bild klicken

Die zwei Herren, der Herr Chaplin und der Herr Churchill, haben sich während einer Party der Schauspielerin und langjährigen Geliebte William Randolph Hearsts‘, Marion Davies, 1927 anlässlich der Einweihung ihres bescheidenen  Santa Monica ‚Beach House‘ (kaum einhundert Zimmer) auf der Flucht vor eben dieser (Party) und noch dazu vor dem schwarzen Hund auf einem für ihrer beider Leben und für dieses Buch hochwichtigen ersten von vielen folgenden Spaziergängen getroffen. (Solche Schachtelsätze kommen von dem latenten Schwindelgefühl, das einen bei dieser ständigen Dreherei befällt!).

Auf diesem ersten gemeinsamen Spaziergang am Strand an der Küste Kaliforniens gingen sie eine Weile schweigend nebeneinander her bis sich folgender Dialog entspinnt:

… Churchill: „Sind Sie krank?“
„Sehe ich so aus?“, fragte Chaplin zurück.
„Ja“
„Wie sehe ich aus?“
„Wie ein Mann, der an Selbstmord denkt“, hatte Churchill geantwortet.
„Das können Sie in der Dunkelheit gar nicht beurteilen.“
„Ist es so?“
Köhlmeier: Zwei Herren am Strand, S. 27

Damit haben die beiden ihr lebenslanges Thema gefunden. Schwere Depression, von beiden in ihren Gesprächen ‚der schwarze Hund‘ genannt, und der daraus resultierende anfallhafte Wunsch, sich selbst zu töten. Weil beide zeitweise unter schwersten Depressionen litten und beide in diesen Phasen dem Selbstmord mal mehr, mal weniger nahe kamen.

Anschliessend übernimmt der in diesem Roman mal auktorial, mal neutral und manchmal sogar personal agierende Erzähler und klärt auf:

Bei anderer Gelegenheit erklärte einer dem anderen, er habe in diesem Augenblick beschlossen, sich nicht vorzustellen. Beide fanden die Aussicht auf eine Beichte im Schatten von Nacht und Anonymität verlockender als eine namentliche Bekanntschaft mit welcher Zelebrität auch immer. Sie gaben zu, vielleicht nicht die Person des anderen erkannt zu haben, sehr wohl aber die Persönlichkeit, und meinten damit deren Drangsal. Chaplin – der ohne Zweifel eine Affinität zu romantischen Archetypen hatte – sagte, es sei ihm ein Schauder über den Rücken gelaufen bei dem Gedanken, einem Doppelgänger zu begegnen, freilich einem, dem er nicht im geringsten ähnlich sah, einem zweiten Ich im fleischlichen Kleid eines anderen, sozusagen. Churchill – auch er war in seinem Herzensgrund geprägt von den verführerischen Überspanntheiten des 19. Jahrhunderts (Bram Stoker, der Autor von Dracula, war immerhin ein Freund seines Vaters gewesen, und über Robert Louis Stevensons Novelle Strange Case of Dr Jekyll and Mr Hyde hatte er seine erste Rede gehalten, als Fünfzehnjähriger in der Harrow School als Abschlussarbeit im Englischunterricht) -, Churchill bestätigte, ihm seien ähnliche Gedanken durch den Kopf gegangen, und daß er und Mr. Chaplin erstens äußerlich, zweitens nach ihrer Herkunft und vor allem drittens in ihren politischen Ansichten sich voneinander gar so stark unterschieden, habe das Unheimliche an der Sache nur noch gesteigert, zugleich aber auch ein Gefühl nie gekannter Vertrautheit in ihm aufgerufen.
   „Ist es so?, fragte Churchill wieder.
   „Ja, es ist so“ antwortete Chaplin.
Köhlmeier: Zwei Herren am Strand, S. 27-28

An dieser Stelle nimmt die Geschichte ihren Lauf, oder sagen wir besser, der Erzähler nimmt den Faden wieder auf, den er schon mit den verstörenden ersten drei Abschnitten auf der allerersten Seite dieses Buches quasi in einer Vorblende zu spinnen beginnt:

Am Weihnachtstag 1931, gegen Mittag – so erzählte mir mein Vater –, stand ein Mann auf den Stu­fen zum Eingang des Hauses 119 East 70th Street in Manhattan, New York. Er wollte Mr. Winston Churchill besuchen, der hier vorübergehend bei seiner Cousine weilte.
Der Besucher war nicht angemeldet, das Personal kannte ihn nicht, weder der Butler noch die Krankenschwester, und daß er be­hauptete, Charlie Chaplin zu sein, wies ihn in ihren Augen als einen gefährlichen Irren aus. Sie drohten mit der Polizei, der Butler schließlich sogar mit einer Brown Bess Muskete, die allerdings nicht funktionstüchtig war, sondern für gewöhnlich als eines von zwei Erinnerungsstücken aus dem Unabhängigkeitskrieg über der Garderobe in der Lobby hing. Erst als der Mann, die Hände zu einem Trichter an den Mund gelegt, so laut er konnte – er konnte nicht laut –, durch den Türschlitz, in dem sein Knie klemmte, rief: »Winston, Winston, ich bin es, Charlie. Ich bin da, Winston. Ich bin gekommen!«, und Churchill, dessen Zimmer sich glücklicherweise im Parterre befand, seinerseits, so laut er konnte – auch er konnte in diesen Tagen nicht laut –, zurückrief – »Glad tidings you bring!« –, ließ man ihn ein­ treten.
Churchill saß im Bett. Vor sich hatte er ein Nudelbrett als Schreib­unterlage, mit Hand beschriebene Blätter, Füllhalter und Buntstifte. In einer Ecke standen eine übermannshohe Staffelei und ein Tisch, voll mit Tuben, Pinseln, Flaschen, Töpfen. Neben dem Kopfkissen stapelten sich Bücher. Den Oberkörper hatte er frei, die linke Schulter und die linke Brusthälfte waren bandagiert, Arm und Hals gelb von alten Blutergüssen.

Köhlmeier: Zwei Herren am Strand, S. 11

Wer ist eigentlich der Erzähler? Der Erzähler der Geschichte führt sich selbst als Sohn eines Mannes ein, der in jungen Jahren Chaplin und Churchill begegnete und aus dieser Begegnung den lebenslangen Wunsch mitnahm, entweder Clown oder Staatsmann werden zu wollen. Das klappte zwar nicht (er wurde  Kommunalbeamter), aber immerhin lernte er bei einem Symposium zu Ehren des 100. Geburtstages Churchills im Jahre 1974 in Aachen den Very private Private Secretary to a very prime Prime Minister kennen, nämlich einen Mr. William Knott.  Mit diesem kam er in Kontakt:

Aus dieser Begegnung entstand eine Brieffreundschaft, die es auf zwei bis drei nicht selten an die zehn Seiten umfassende Schreiben pro Woche und Person brachte und zehn Jahre hielt, bis zum Tod von William Knott.
Das Konvolut (über 1000 Seiten) mitsamt einigen fotokopierten Dokumenten habe ich dem Churchill Archives Centre in Cambridge übergeben, wo es von Montag bis Freitag zwischen 9 – 17 Uhr eingesehen werden kann.
Köhlmeier: Zwei Herren am Strand, S. 19

Aus diesem Konvolut also bezieht der Erzähler sein Wissen und daraus wird diese Geschichte (re)konstruiert. Das Churchill Archives Centre in Cambridge gibt es. Als gewissenhafter Bibliothekar habe ich natürlich den Katalog der Sammlung durchsucht. Aber ebenso natürlich findet sich der Name William Knott nirgends – und das erklärt sehr schön, wie Michael Köhlmeier diesen Roman konstruiert hat. Er mischt in diesem Buch historische Fakten, wie die Freundschaft der beiden C’s und deren gemeinsames Leiden, mit Erfundenem. Und er macht das so gut, dass man als Leser in diese scheinbar ganz sachlich aber eben auch überaus packend erzählte Geschichte dieser beiden historischen Figuren und ihrer schwarzen Abgründe immer mehr und immer schneller hineingezogen wird. Dabei erfährt der Leser wie nebenbei eine Menge interessanter Fakten über Leben und Werk der beiden Protagonisten, die überaus spannend zu lesen sind und sich zu einem eigentlich, wenn man die Unterschiedlichkeit der beiden Helden betrachtet, unmöglich erscheinenden Gesamtbild und einfach einer tollen Geschichte zusammenfügen.

STOP!!!
Über den Inhalt des Buches möchte ich an dieser Stelle nichts weiter verraten – in der Hoffnung, mit meinen umchronologischen Anmerkungen und Zitaten Lust aufs Buch gemacht zu haben. Ja, ich wünsche diesem Buch viele Leser, mindestens so viele wie dem Gewinner des Deutschen Buchpreises 2014.

Von der Longlist dieses Preises hat es das Buch nicht einmal auf die Shortlist geschafft (deshalb das ‚verloren‘ im Titel des Posts). Ich habe das nicht verstanden, aber ich glaube, ich verstehe diesen ganzen Preis und den Hype darum sowieso nicht richtig. Was für eine Borniertheit, wenn Leute (die Jury) bestimmen, dass dieses oder jenes Buch der beste deutschsprachige Roman des Jahres ist, aber was schreib ich mich hier wieder in Rage…

ÜBERAUS NOTWENDIGER NACHTRAG
Was ist denn nun diese Methode des Clowns???       Die Methode des Clowns ist die Methode, die Chaplin benutzt, um aus der Depression raus und von den Selbstmordgedanken wegzukommen. Churchill fragt Chaplin im Roman danach – und die Antwort wird uns vom Erzähler so kolportiert:

Chaplin begann mit einer rhetorischen Frage: „Warum ist ein Clown ein Clown? Es ist doch nichts Lustiges an ihm. Der größte Clown ist Buster Keaton. Was ist an Buster Keaton lustig? Was macht ihn zum Clown? Das Wissen, das die Welt meschugge ist? Der Mensch ist klein wie ein Floh. Aber der Geist eines Flohs, das sagt uns der Dichter, ist übernatürlich böse.“
   Und Churchill: „Kein Vorwort, bitte! Die Methode, Charlie! Keine Theorie! Uns interessiert nur die Praxis!“
   „Gut. Die Praxis. Ich schreibe mir einen Brief. Verstehen Sie, Winston? Einen Brief an mich selbst.“
   „Ich verstehe es nicht.“
   „Buster Keaton hat mich auf diese Methode aufmerksam gemacht. Ich soll mir einen großen Bogen Papier besorgen, hat er gesagt. Den soll ich über den Fußboden ausbreiten. Ja?“
   „Ja. Weiter, Charlie, weiter!“
   „Auf diesen Bogen Papier lege ich mich.“
   „Wie?“
   „Bäuchlings.“
   „Bäuchlings, gut. Weiter, weiter!“

   „Gegen den Gedanken, ich könnte verrückt sein, hilft nur, etwas Verrücktes zu tun. Das ist etwas sehr Ernstes, Winston. Das ist die Methode des Clowns. Es gibt keinen Menschen auf der Welt, der ernster wäre als ein Clown.“
   „Ja, ja, ich verstehe. Das hat man hundertmal gelesen. Weiter!“
   „Ich muss dabei nackt sein. Ich darf nichts mit der Welt zu tun haben. Ich muss allein mit mir sein. Das ist sehr wichtig. Eine Hose bereits ist die Welt, und ein Hemd ist auch die Welt.“

Köhlmeier: Zwei Herren am Strand, S. 59-60

Am Ende schreibt Chaplin also nackt auf dem Bauch liegend und in einer Spirale die von aussen nach innen geht einen Brief an sich selbst, an sein innerstes Inneres. Bis er am Ende beim Nichts ankommt. Da isst die Methode des Clowns.
ENDE DES ÜBERAUS NOTWENDIGEN NACHTRAGS

So, und überhaupt: Schluss jetzt, Lesen ist angesagt! – Und wer noch eine richtig richtige Besprechung dieses Buches lesen möchte, für den kommen nun die Links.

 

NOTWENDIGER NACHTRAG AM TRAG DANACH | Erstens UND der schwarze Hund
Also ERSTENS habe ich nun meine nächtlichen Schreibfehler hoffentlich alle rausradiert – peinlich das, aber ich wollte das Ding heute nacht einfach mal fertig machen und irgendwann hat mein müdes Hirn gesagt: du brauchst einfach nur den ‚publish‘ Button drücken  – und schon war es passiert und ich konnte endlich ins Bett…
DER SCHWARZE HUND, ja, der schwarze Hund. Auf den bin ich in meinem Text nicht wirklich eingegangen – und das ist ein echtes Manko, denn der spielt ja eine Hauptrolle in der Geschichte. So möchte ich hier als Nachtrag zumindest ein paar Gedanken dazu loswerden – und ganz ans Ende dieses Textmonsters für die Interessierten ein paar Schwarze-Hund-Links stellen.
Die Herkunft des Begriffs als Metapher für Depression konnte ich nicht klären, will sagen: ich konnte nicht herausbekommen, wer den Begriff in diesem Zusammenhang zum ersten Mal benutzt hat. Er wird aber wohl seit dem 19. Jahrhundert so verwendet. Ausserdem habe ich irgendwo gelesen (weiss leider nicht mehr wo), die Verwendung dieses Begriffes für Depression wäre möglicherweise deshalb sinnvoll, weil ‚Depression‘ ein negativ besetzter Begriff sei, der Hund an sich aber ein bei den meisten Menschen positiv besetzter. Schwarz muss er dann wohl trotzdem sein, weil die Farbe die Verbindung herstellt zum schwarzen Loch, in das sich an einer Depression erkrankte Menschen oft hinein geraten sehen. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll das Ziel sein, mit dem schwarzen Hund als ständigem (potenziellen) Begleiter weniger angstvoll umgehen zu können. Das klingt mir jedenfalls nicht ganz abwegig.
Mir fiel dann irgendwann noch ein, dass der Herr Faust auf seinem Osterspaziergang ja einem schwarzen Pudel begegnet, der ihn spiralförmig in immer enger werdenden Kreisen umläuft – bis sich am Ende des Pudels Kern als Tod und Teufel persönlich entpuppte. Und mit dem hat der Doktor ja dann einen Pakt geschlossen, der zumindest Vor- und Nachteile brachte. Und der Vorteil war für Faust eben, dass er so dem Tode entgehen konnte. Ok, vielleicht etwas weit hergeholt, aber irgendwie finde ich es auch ganz schlüssig.
Vielleicht wissen ja einige Leser dieses Blogs mehr darüber. Ich würde mich über diesbezügliche Kommentare jedenfalls sehr freuen.
A propos Kommentar: der allererste Kommentar zu diesem Beitrag von unserer lieben Freundin Sandra war es, der mich auf dieses Manko im Text hinwies.  Gleichzeitig hat Sandra noch einen sehr interessanten Link mitgeschickt, den ich jetzt in die zusätzliche Linkliste mit aufnehme.  – Ganz lieben Dank dafür, liebe Sandra – und nun bist schuld, dass das Monster noch monströser geworden ist…

 

DIE LINKS | BESPRECHUNGEN

Kölner Stadt-Anzeiger am 22. August 2014   >>>   http://www.ksta.de/kultur/michael-koehlmeiers–zwei-herren-am-strand–churchill–chaplin-und-der-hund,15189520,28196326.html

Buzzaldrins Bücher (Mara) am 2. September 2014   >>>     http://buzzaldrins.de/2014/09/02/zwei-herren-strand-michael-kohlmeier/

NDR.de am 2. September 2014   >>> >>> http://www.ndr.de/kultur/buch/tipps/Michael-Koehlmeier-Zwei-Herren-am-Strand,zweiherrenamstrand104.html

NZZ am 5. September 2014   >>>   http://www.nzz.ch/feuilleton/buecher/churchill-und-chaplin-als-verbuendete-1.18377789 

FR am 11. September 2014    >>>   http://www.fr-online.de/literatur/michael-koehlmeier–zwei-herren-am-strand–der-ernst-des-clowns,1472266,28382450.html

Wiener Zeitung vom 21. September 2014   >>>   http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/literatur/buecher_aktuell/661546_Koehlmeier-Michael-Zwei-Herren-am-Strand.html

Das Graue Sofa (Claudia) am 15. Oktober 2014   >>>   http://dasgrauesofa.wordpress.com/2014/10/15/lll-2014-michael-kohlmeier-zwei-herren-am-strand/

Maike auf dem schönen Blog Herzpotenzial am 17. Oktober 2014 >>>
http://herzpotenzial.com/michael-koehlmeier-zwei-herren-am-strand/  
Übrigens eine der wenigen (für mich die erste) kritischeren Besprechungen. Gerade deshalb sehr lesenswert.

 

 

DIE LINKS | STREIT ÜBER DEN BUCHPREIS

Dana Buchzik in der Welt vom 19.08.2014   >>>   http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article131350003/Auch-in-der-Literatur-ist-ein-aufschrei-faellig.html

Jan Drees auf Lesen mit Links am 19. August 2014   >>>   http://www.lesenmitlinks.de/aufschreiwelt/

Kommentare zum Post von Jan Dress   >>>   http://www.lesenmitlinks.de/aufschreiwelt/#comments (hier findet man relativ in der Mitte auch einen kleinen satirischen Beitrag meinerseits zu diesem Thema)

Buzzaldrins Bücher am 20. August 2014   >>>   http://buzzaldrins.de/2014/08/20/aufschrei/

 

DIE LINKS | DER SCHWARZE HUND

Über Matthew Johnstones Buch ‚Mein schwarzer Hund – wie ich meine Depression an die Leine legte. (Sandras‘ Link) Quelle: FAZ ONLINE VOM 14.10.2008   >>>  http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/matthew-johnstone-mein-schwarzer-hund-gegen-die-depression-1716252.html

Zu dem Buch von Johnstone gibt es übrigens ein wunderbares Video bei Youtube, das wollte ich nicht vorenthalten:

Über Les Murrays‘ Buch ‚Der schwarze Hund – Denkschrift über die Depression‘. Quelle: Zeit online vom 15.02.2013   >>>   http://www.zeit.de/2013/08/Les-Murray-Der-Schwarze-Hund

Die Verlagsseite dazu   >>>   http://www.rugerup.de/Der+Schwarze+Hund_AID3286.html

und last not least noch einen Wikipedia-Eintrag   >>>   http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzer_Hund 

28 Antworten zu “Michael Köhlmeier | Die Methode des Clowns hat verloren oder Deutscher Buchpreis – LLL 2014

  1. Pingback: Mein Jahr in Büchern (2015) | Entdecke England

  2. Pingback: Was lehren uns Churchill und Chaplin über Resilienz? - Die Resilienz-Experten

  3. Lieber Kai,
    ich kann mich den Vorkommentatoren nur anschließen – eine großartige Besprechung! (Auch aber nicht nur, weil ich Fan von Abschweifungen bin, notwendigen oder unnötigen ; ) Ich habe deine Zeilen mit Begeisterung gelesen und wenn ich immer noch ein bisschen damit hadere, ob das Buch etwas für mich ist, dann liegt es keinesfalls an deiner Besprechung, sondern eher daran, dass ich mich mit solch semi-biographischen Büchern generell schwer tue. Aber vielleicht lasse ich es hier mal auf einen Versuch ankommen!
    Liebe Grüße aus Hamburg,
    Claudia

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    • Liebe Claudia,
      zunächst mal herzlichen Dank für das Kompliment – und ich gebe es auch an meine ganzen Abschweifungen weiter, denn da kann ich ja gar nichts dafür. Die kommen einfach so, die sind ja quasi selbständig. Jedenfalls, wir haben uns alle zusammen sehr gefreut über Dein Lob!
      Ich fürchte, zu Deinem Hader-Problem kann ich nun leider nichts substanzielles mehr beitragen. Allerdings kann ich das Problem gut verstehen, denn mir geht es in der Regel ähnlich mit Büchern, die so halbdokumentarisches oder auch halbbiographisch daher kommen. In diesem Falle aber hatte ich dieses Problem nicht, ich fand es einfach spannend. Passend dazu vielleicht noch folgendes: Michael Köhlmeier war gestern in Köln im belgischen Haus und hat aus dem Buch gelesen. Im Kölner Stadtanzeiger von heute wird über die Veranstaltung berichtet und Köhlmeier wird im an die Lesung anschliessenden Gespräch auf die Frage, was denn nun wahr und was nicht wahr sei an der Geschichte über die beiden Protagonisten: „Der Roman ist der Triumph der Möglichkeitsform über die Wirklichkeitsform.“
      Ich glaube, das trifft es und so habe ich den Roman auch gelesen. Hm, ob das jetzt ne Entscheidungshilfe war…
      Liebe Grüsse
      Kai

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      • Lieber Kai, was für ein schönes Zitat – und tatsächlich genau die Art von Äußerung, die dazu angetan ist, meine Neugier noch weiter zu schüren… Ich sehe schon, ich sollte meine Zweifel einfach über Bord werfen und Herrn Köhlmeier eine Chance geben. So begeistert wie du bist, kann so viel ja nicht schief gehen : )
        Liebe Grüße
        Claudia

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  4. Pingback: Sonntagsleserin Oktober 2014 | buchpost

  5. Lieber Kai, am liebsten wäre ich nach deiner und Claudias Besprechung, die in sich schon eine Freude sind, gleich in den nächsten Buchladen gerannt, um mir das Buch zu besorgen, obwohl ich mit der “Idylle” ja nicht warm geworden war. Meine einzige Rettung liegt jetzt darin, dass ich einfach behaupte (und das stimmt auch), dass ich Romane, die Fiktives und Biografisches vereinen, nicht so mag. Mir kommt das angesichts eurer Besprechungen irgendwie nicht wirklich stichhaltig vor, aber es schauen mich schon so viele Bücher vorwurfsvoll aus den Regalen an. Aber ein dickes Dankeschön für so viel Begeisterung, die ihr beinahe unwiderstehlich vermittelt habt. Und von keinem Blogger lese ich so gern die Abschweifungen wie von dir🙂
    LG, Anna

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    • Liebe Anna,
      jetzt bin ich ein bisschen zwiegespalten. Soll ich Dir das Buch nochmals dringlich empfehlen oder doch lieber abraten angesichts der vielen vorwurfsvollen Blicke Deiner ungelesenen Bücher?
      Was ich übrigens gut verstehen kann ist Deine Abneigung gegen Romane, die Fiktives und Biographisches vermischen. Das geht mir auch meistens so. Aber in diesem Falle fand ich es als eine grosse Bereicherung.
      Wie auch immer, ich freue mich sehr, dass die Begeisterung für das Buch bei mir, aber auch bei Claudia so zu Dir rübergekommen ist. Und das mit den Abschweifungen freut mich natürlich besonders. Es muss wohl ein werkimmanentes Kai-Problem sein, ich kann einfach oft nicht anders als meinen Assoziationen freien Lauf zu lassen. Und dabei halte ich mich ja meistens noch stark zurück oder lösche die Hälfte…
      Liebe Grüsse
      Kai

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      • Nein, nein, du musst gar nicht zwiegespalten sein. Ich habe jetzt einen Deal mit mir: Die zwei Herren kommen frühestens dann ins Haus, wenn ich vorher die hier liegende Autobiografie von Chaplin gelesen habe🙂 LG, Anna

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  6. Vielen Dank für diese schöne Buch-Vorstellung, Kai! Eine „richtig richtige Besprechung“ macht neugierig, ohne alles zu verraten – richtig? Also, mich hast du für den Köhlmeier gewonnen. Liebe Grüße!

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    • Liebe Maren,
      ja mei, so gesehen – auf jeden Fall freue ich mich sehr über Dein Lob und vor allem, dass ich Dich neugierig machen konnte.
      Das Buch lohnt sich wirklich sehr, und es steckt eigentlich auch viel mehr dahinter, als ’nur‘ die überraschende Freundschaft der beiden Herren (das ist ja wohl wirklich so gewesen, mir war das nicht klar, so gesehen zumindest für mich überraschend).
      Viel Vergnügen beim Lesen. Vielleicht schreibst Du ja auch eine Besprechung? Oh oh oh, und das schreib ausgerechnet ich, der Auftragschreiberfastversager…
      Liebe Grüsse
      Kai

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  7. Lieber Kai,
    erste notwenige Abschweifung: Welches behaarte Bein ist denn da neben dem Buchcover zu sehen? Oder ist es gar ein Selfie? Ende der ersten, aber ganz notwendigen Abschweifung.
    Deine Besprechung: Wunderbar! Dein Bericht über Dein Experiment, die Methode des Clowns in die reale Tat umzusetzen: Klasse. Wer denkt bei dieser Art, sich des schwarzen Hundes zu erwehren, schon an die Tücken der Technik, sozusagen an die vielen unangenehmen Nebenwirkungen? Zugegeben, im Vergleich zu einer kleinen vierzehntägigen Heroin-Kur, die dieser windige Modearzt in LA in ähnlichen Fällen empfiehlt und verabreicht, sind das Kinkerlitzchen, aber im Vergleich zum Spaziergang doch ärgerliche Folgen. Auf der anderen Seite: offensichtlich eine erfolgreiche Methode, weil doch eine wunderschön-mitreißende „Herren“-Besprechung herausgekommen ist, sie also zumindest als Methode gegen Schreibblockaden, Angst vor dem weißen Blatt Papier bzw. dem weißen Bildschirm, ein probates Mittel zu sein scheint.
    Zweite Abschweifung: ich sitze gerade auch daran und kämpfe mit einer „Herren“-Besprechung. Wo anfangen, was in den Mittelpunkt stellen, was erwähnen, was nicht? Leider habe ich hier überhaupt keinen Platz für ein quadratisches Papier, das meiner Größe entspricht (Campingplatz im strömenden Regen, viel Zeit also, eine B esprechung zu schreiben). Ich muss mir leider irgendwie anders helfen… Ende der Abschweifung.
    Dass Köhlmeier mit seinem Roman nicht wenigstens auf der Shortlist gelandet ist, finde ich auch traurig bis ärgerlich. Mich ärgert ja nach wie vor Steinfests Roman, der es dahin geschafft hat. Da hat Köhlmeiers Roman viel mehr Humor, Tiefe, Erkenntnis, Unterhaltung, ach, einfach alles, was sich ein Leser wünscht. Deshalb stimme ich Dir in Deinem Appell unbedingt zu: Dieses Buch sollte VIELE Leser finden!
    Viele Grüße, Claudia
    PS: Werde Deine Besprechung umgehend auf meiner Extra-Seite LLL 2014 verlinken und wünsche ihr viele, viele Leser!

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    • Liebe Claudia,
      das mit den Abschweifungen kann man dann irgendwann gar nicht mehr stoppen, ich kenn das… aber die Deinige war un allerdings absolut nötig, da hast Du recht. Deshalb auch hier als erstes die Antwort auf Deine Frage: Das ist das linke Hinterbein unserer wunderbaren kleinen India. Leider ist das Bild quasi eine Fotomontage, denn die kleine Maus ist leider am 29.Juli gestorben. 13einhalb war sie und hat uns solo viel Freude bereitet. Ich habe also einfach das Buch auf das Bild gelegt und es fotografiert. Natürlich trauern wir immer noch sehr und vermissen unsere Maus fürchterbar und dachten, nee erstmal kein neuer Hund. Aber was soll ich sagen, nun ist seit heute die kleine Bella bei uns, zum Verlieben (schon passiert), aber aus Vernunftgründen natürlich erstmal als Pflegehund…

      Ich bin wirklich froh, dass Dir mein Text gefällt, ich hab mich sehr sehr schwer getan. Aus den im Post beschriebenen Gründen – und dann kam auch noch eine Besprechung nach der anderen zu dem Buch raus und ich dachte, es ist eh schon alles gesagt. Aber dann kam das Ende der Buchmesse und ich habe gedacht, jetzt muss es sein und hab mich dann der Methode des Clowns einfach selber bedient.

      Zu Deiner ZWEITEN ABSCHWEIFUNG: Siehst Du, Du kennst das auch. Ich bin aber trotzdem gespannt auf Deine Besprechung, denn wie man hier an den Kommentaren sieht, ist das Buch nicht so schnell ‚leer‘ zu besprechen. Und vielleicht inspiriert Dich ja der romantisch aufs Zeltdach tröpfelnde Regen.

      Der Steinfest hat mich einfach nicht richtig interessiert, deshalb kann ich darüber gar nix sagen, aber Du hast natürlich Recht, die Herren hätten auch aus meiner Sicht mindestens auf die Shortlist kommen müssen. Aber ehrlich, ich glaube, das Buch findet auch so seine Leser, Köhlmeier ist inzwischen doch ganz bekannt und das Buch hat ja auch einiges Airplay bekommen. Ich würde es ihm jedenfalls wünschen, denn ich fand es wirklich toll und habe es mit Gewinn gelesen.

      Danke für die prompte Verlinkung auf Deiner Seite. Wenn Deine Besprechung fertig ist, werde ich sie auf jeden Fall auch noch hier verlinken. Muss ja alles seine Ordnung haben – was allerdings unsere kleine Bella noch nicht ganz so sieht. Schaun mer mal.
      Liebe Grüsse auf den Campingplatz (für Morgen wünsche ich Euch Sonne!)
      Kai

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      • Lieber Kai,
        dann hast Du das mit der Fotomontage aber richtig gut gemacht! Ich habe hier gesessen und überlegt, wann ich Dir denn das Buch geschickt habe und wie es an diesen Strand? gekommen ist. Und das Hundebein, ich habe ja nur danach gefragt, weil ich dachte, dass schon ein neues Hundetier bei Euch eingezogen ist. – Und schon ist es passiert! Und wenn Bella auch nur im Ansatz so ist, wie sie auf dem Foto schaut, dann habt Ihr aber einen richtigen kleinen Feger an Land gezogen. Ich finde das gut – und die kleine India vergesst Ihr deswegen ja nicht.
        Ja, der Köhlmeier! Den habe ich ja schon vor einigen Wochen gelesen. Und gestern noch einmal quer. Da ist mir erst einmal so richtig aufgefallen, was das für ein tolles Buch ist. Spiegelungen, Bezüge bis man nicht mehr weiß, was als erstes kam, dann die irrwitzigen Erklärungen zu einzelnen Filmszenen, die Entwicklung einer Theorie der Komik – das geht alles ganz weit über den histrorischen Kontext (und der alleine ist ja schon gut) und den Umgang mit dem schwarzen Hund hinaus. NUn bin ich noch verwirrter und bekomme gar nichts mehr aufs Papier, was eine vernünftige Besprechung werden könnte. Da es mit der Papiergröße und dem Im-Kreis-Schreiben hier ja nicht klappt, versuche ich es erst einmal mit einem Mind-Map.
        Euch ganz viel Spaß – und gute Nerven – mit Bella und viele liebe heute etwas sonnigere Grüße, Claudia

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        • Liebe Claudia,
          zur Hündin habe ich Dir noch ein bisschen was per Email geschrieben – zum Buch wollte ich noch sagen, dass ich genau das meinte, was Du schreibst: es ist ein so vielschichtiger Roman, und in meinen Augen auch ziemlich raffiniert konstruiert, dass man ihn sicher mehrmals lesen kann und immer noch etwas darin entdeckt. So gesehen hast Du ja schon einiges genannt, was in den anderen Besprechungen bisher noch gar nicht drin war – und erst recht nicht in meinem Rundumschlag-Ding. Das mit dem Papier ist auf dem Campingplatz natürlich schwierig, das weicht ja dann auch immer auf und die Tinte verschmiert am Bauch, nene, da ist ein eine Mind-Map doch eine gute Idee. Professionell habe ich das zwar noch nie wirklich angewandt (ich bin einer der grössten Regelbrechern vor dem Herrn, welchem auch immer) – aber ich betrachte immer ganz fasziniert die entstandenen Maps. Was man da alles für Zusammenhänge entdecken kann. Das geht ja auch problemlos ohne PPT oder Prezi (obwohl: Prezi ist ein tolles Ding), einfach mit Buntstiften, Filzstiften oder Kugelschreiber. Rein optisch haben die für mich eh einen grösseren Reiz.
          So, jetzt wünsche ich Euch aber einen möglichst sonnigen Restcampingplatztag und sende liebe Grüsse
          Kai

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  8. wow, da hast du feine stellen herausgesucht aus dem buch. klingt gut, ich bin jedenfalls neugierig geworden. vielen dank und liebe grüße

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  9. Ich gestehe ganz freimütig, dass ich nicht deinen ganzen Artikel gelesen habe. Aber die Einleitung zu dem Absatz „Besprechung“ mit dem weißen Bogen Papier und meine Phantasie, die dich darauf kreiseln sahen, finde ich äußerst köstlich, um nicht zu sagen, fast schon delikat.🙂

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    • naja, liebe Clara, ob das so ein doller Anblick war, ich weiss nicht. Aber es freut mich, dass Du immerhin bis zu diesem Teil meines Monstertextes geschafft hast. Das Buch zu lesen ist sowieso Immer die bessere Entscheidung…
      Liebe Grüsse aus dem Delikatessenladen
      Kai

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  10. Steht jetzt auf meiner Liste ganz oben. Danke für den Tipp!

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  11. Diese Besprechung: GANZ GROSSES KINO? Wann kann man endlich spiralförmige Kommentare schreiben? Jedenfalls: Vielen Dank.

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    • Wow, herzlichen Danke fürs Kompliment, hatmich sehr gefreut. Eine Art Film hatte ich tatsächlich im Kopf, hatte aber nie das Gefühl, das Ding aufs Papier bringen zu können und hab am Ende einfach mal das stehen lassen, was dann doch noch kam. Die Methode des Clowns sozusagen…
      Vielleicht sollte man die Sache mit den spiralförmigen Kommentaren mal bei WP anregen.
      Liebe Grüsse an die wunderbaren Ringelnatze
      Kai

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  12. Das Schöne am Bloggen ist, dass wir keine richtig richtigen Besprechungen schreiben müssen. (Ich kriege trotzdem ein schlechtes Gewissen, wenn ich hier lese und Ihre Texte mit meinen Blogkritzeleien vergleiche.)

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    • ja, das hab ich dann am Ende meines Treibens auch gedacht. Aber den Vergleich brauchen Sie nun wirklich nicht scheuen. Ich finde Ihren Blog sehr schön, wenn ich auch nicht immer alles verstehe weil ich des Spanischen nicht so mächtig bin…
      Danke für den Kommentar und liebe Grüsse
      Kai

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    • Liebe Sandra,
      erstmal vielen Dank für Deinen Kommentar und vor allem für Deinen Link. Prompt habe ich noch einen kleinen Nachschlag geschrieben und eine neue Linkliste mitsamt Deinem Link angehängt, nämlich die Schwarze-Hund-Links.
      Mal sehen, ob noch jemand was zum schwarzen Hund rausfindet? Ich bin da nicht so richtig weitergekommen, abgesehen von meinen Mutmassungen im Nachtrag.
      Liebe Grüsse ins Elfendorf vom alten Zirkuspferd

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