„C’est fini! Pour cette fois!“ / Es ist vorbei. Für diese Runde. #CharlieHebdo #JeSuisCharlie

Charlie Hebdo. Jüdischer Supermarkt. Druckerei. Tankstelle. Schüsse auf Moscheen. Nigeria. Loko Haram. Pegida.

Fehlen Euch auch die Worte? Und geht Euch trotzdem fast das Hirn über vor lauter Gedanken darüber, wie das alles passieren konnte und vor allem, woran es liegt und was man ändern kann. Wo die Zusammenhänge sind.

Gehen Euch auch die Gedanken komplett durcheinander von emphatischem Mitleiden, Trauern, Verzweifeln. Ertappt Ihr Euch auch bei so komischen, fast hasserfüllten Gedanken, die Ihr nie denken wolltet und solltet

Mir geht es so. Mir fehlen die Worte. Aber man darf nicht Schweigen. WIR dürfen nicht Schweigen.

Pegida will jetzt als Verein anerkannt und gemeinnützig werden. Pegida gibt es jetzt auch in Österreich. Frau Le Pen will wieder die Todesstrafe in Frankreich einführen.

Nein, wir dürfen jetzt nicht Schweigen, so sehr uns auch die Worte fehlen.

Heike Pohl ist Journalistin und hat Worte gefunden. Sie hat sie auf ihrem Blog Textwerk veröffentlicht und ich möchte sie hier rebloggen.
Es ist ein längerer Text. Lest ihn bitte bis zum Ende, er ist gut, er ist wichtig. Ich habe dort die Worte gefunden, die mir fehlten. Ich hoffe, es geht Euch auch so.

Eine Antwort zu “„C’est fini! Pour cette fois!“ / Es ist vorbei. Für diese Runde. #CharlieHebdo #JeSuisCharlie

  1. Mir fehlen ebenfalls die Worte. Die SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi sagt: „Wer mit „Pegida“ rede mache sie salonfähig!“ Das ist eine Mutmaßung, aber ist sie wahr? Ich selber kann diesen Verein nicht einschätzen, weiß nicht wo ihre Grenzen sind – auch wenn die Sprecherin kürzlich bei Günther Jauch behauptet hat, dass sie sich von Fremdenfeindlichkeit und Hass klar abgrenzen. Ich habe ein mulmiges Gefühl in der Magengegend wenn man von Montagsdemonstration spricht und im Chor schallt es „Wir sind das Volk“. Peinlich, oder? Ich toleriere jede Glaubensrichtung, die Attentate in Frankreich schüren Ängste, aber nicht jeder Moslem ist ein radikaler Islamist. Sicherlich sehen das die meisten genauso.Seitens der Politik fehlt es dennoch an Aufklärung. Und dann ist da auf einmal diese neue Bewegung und da laufen ganz normale Menschen rum, aber gefilmt wird nur das was wir sehen sollen. Den Faschisten und radikalen Randgruppen spielt das in die Karten.Sie nutzen Pegida als Podest. Warum gehen Rentner auf die Straße? Versteht mich nicht falsch, denn ich denke in alle Himmelsrichtungen und ich finde es nicht fair, alle in eine Schublade zu stecken. Natürlich verabscheue ich das was in der Redaktion von Charlie Hebdo passiert ist und bin ganz bei den Angehörigen. Aber ist euch schon aufgefallen, dass fast zum selben Zeitpunkt ein Attentat in Nigeria stattfand? Das wird nur kurz erwähnt. Weil, ist ja weit weg. Auch da sind Menschen auf brutalste Weise ums Leben gekommen. Alles vermeintlich im Namen Allahs. Ich finde es muss zu einem Dialog kommen – die Politik muss wissen, was die Menschen beschäftigt. Wie soll sich sonst was ändern?

    Liebe Grüße,
    Tanja

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