Milo de Angelis | Das vermittelte Staunen

Das Vermittelte Staunen

Sogar jetzt
über dem Golf, rot
gegen den Himmel, der Augenblick, nur
Angst, den Faden zu verlieren

 

La meraviglia mediata

Persino adesso
sul golfo, il rosso
contro il cielo, l’attimo, è soltanto
paura di perdere il filo

.

Milo de Angelis - Alphabet des AugenblicksMilo de Angelis : Alphabet des Augenblicks ; Gedichte.
Aus dem Italienischen von Piero Salabé

veröffentlicht in der Reihe: Edition Lyrik Kabinett Bei Hanser, München, 2013
.
Zweisprachige Ausgabe. Das Gedicht befindet sich auf den Seiten 28/29

 

 

Zum Autor
Milo De Angelis, 1951 in Mailand geboren, ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Dichter Italiens. Seit seinem hoch gepriesenen Debüt Somiglianze (1976) hat er zahlreiche Gedichtbände veröffentlicht, zuletzt Quell’andarsene nel buoio dei cortili (2010). Milo De Angelis arbeitet auch als Lehrer und Übersetzer.  Alphabet des Augenblicks (Hanser, 2013) versammelt in einer zweisprachigen Ausgabe eine Auswahl seiner besten Gedichte.
s.a.: Hanser Literaturverlage – Milo de Angelis  ;  The Poetry Foundation   ;   Literaturwerkstatt Berlin

 

Zum Gedicht
gibt es gleich ein paar wenige Worte – dafür brauchen wir aber erstmal noch ein paar Informationen über die Edition, in der das Buch erschienen ist.

 

Edition Lyrik Kabinett Bei Hanser – Stiftung Lyrik Kabinett München
Die Bände der Edition Lyrik Kabinett erscheinen  bei Hanser. Ansonsten ist die Stiftung mitsamt Lyrik-Bibliothek unabhängig. Hier ein Zitat aus dem Stiftungszweck:

Die öffentliche gemeinnützige Stiftung Lyrik Kabinett — von Ursula Haeusgen 2003 errichtet — hat zum Ziel, eine internationale Lyrik-Bibliothek (mit derzeit ca. 50.000 Bänden) zu erhalten, auszubauen und sie für die Zukunft zu sichern.

Daneben richtet die Stiftung Lesungen und Veranstaltungen zur internationalen Lyrik aus. Etwa die Hälfte sind Autorenlesungen, die andere Hälfte bringt „lebendig gebliebene“ Autoren früherer Generationen zu Gehör. Deutsch- und anderssprachige Autoren sind in etwa zu gleichen Teilen vertreten. Die Lesungen fremdsprachiger Autoren erfolgen in der Regel immer zweisprachig. Den Lesungen geht eine kurze Einführung voraus, im Mittelpunkt steht das Wort des Dichters selbst.

Mehr dazu findet man auf der Website der Stiftung.

Das Ganze ist also ein ausgesprochen ambitioniertes Projekt, insbesondere die Lyrik-Bibliothek, die räumlich in der Bibliothek der LMU angesiedelt ist, und deren Bestand sich auch online durchsuchen lässt.  Die Stiftung veranstaltet Lesungen, Diskussionen, hat eine Veranstaltungsreihe Münchner Reden zur Poesie begonnen und bringt nicht nur bei Hanser sondern aus selbstständig jährlich mehere Publikationen heraus. Es lohnt sich jedenfalls für alle Freunde der Poesie mal ein etwas genauerer Blick auf die Website, die, vorsichtig gesagt, auf den ersten Blick etwas verwirrend erscheint und sicher auf jemanden wartet, der sie einmal gründlich aufräumt. Trotzdem! Es ist alles zu finden und für Freunde der Poesie einfach ein Muss!

Münchner Reden zur Poesie - KrügerAus der Reihe der Münchner Reden zur Poesie stammt nun auch die Rede von Michael Krüger, Das Ungeplante zulassen – Eine Verteidigung des Dichterischen. Hierin geht es um die Frage nach den Ursprüngen dichterischer Inspiration. Krüger bringt hier auf 26 Seiten eine großartige Zusammenfssung zu diesem Thema, nicht ohne seine eigene Meinung kräftig mit einfließen zu lassen. Es ist direkt bei der Stiftung Lyrik Kabinett zu erwerben, ist buchbinderisch ein Gedicht und kostet gerde mal 12 €. Ich empfehle es gerne allen, die noch Gedichte lesen. Womit wir nun endlich wieder

 

Zum Gedicht
kommen können. Wie gesagt, mehr als ein paar Worte gibt es nicht dazu. Den Rest müsst Ihr schon selbst erledigen. Ich schreib es hier noch mal hin, zur Erinnerung…

Sogar jetzt
über dem Golf, rot
gegen den Himmel, der Augenblick, nur
Angst, den Faden zu verlieren

Also: Man hat de Angelis den Dichter der (Mailänder) Peripherie genannt, weil viele seiner Gedichte von Mailand handeln. Keines endet irgendwie optimistisch und so hat man ihm auch das Etikett Neo-Orphisch oder auch neo-hermetisch. Hermetisch ist dieses nun nicht, wie ich finde, ob es von Mailand handelt, weiß ich auch nicht, mit orphisch, also in sehr schlicht gesagt, dem Untergang entgegen, könnte ich mich schon mehr anfreunden, aber alle Theorie beiseite, das Gedicht hat mich einfach beim ersten Lesen schon wie ein Blitz getroffen, es ist wie ein Licht, das dunkel scheint. Anders gesagt, selbst im schönsten Augenblick
„nur Angst, den Faden zu verlieren“
So geht es mir derzeit, ich muss mich ständig bemühen, mir zu sagen, nein, das Glas ist nicht halbleer sondern halbvoll. – Und wer hat nicht schon einmal das Gefühl gehabt, den Faden zu verliere.

Sind jetzt doch noch ein paar mehr Worte geworden, ich will aber jetzt damit aufhören, nicht ohne zu sagen, dass dieses Gedicht für mich die blanke Poesie ist. Da kommt mein Puppenkopf nicht mit, der muss dafür viel zu viele Worte machen. – So, und jetzt seid Ihr endlich dran.

 

Doch noch ein klitzekleine notwendige Abschweifung
Ein knapper Monat liegt zwischen diesem und meinem letzten Post. Das ist so nicht beabsichtigt gewesen, aber manchmal ist das Glas eben halb leer oder man hat zu sehr Angst, den Faden zu verlieren. Das hier ist also auch so ne Art Therapie – trotzdem kann es immer wieder sein, dass es solche längeren Blogpausen gibt, die eigentlich nicht als solche geplant sind.
Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn Ihr mir dennoch weiterhin gewogen bleibt und meinen Spuren hier im Blog folgt. Es bedeutet mir eine Menge, auch der Austausch per Kommentar!

26 Antworten zu “Milo de Angelis | Das vermittelte Staunen

  1. Was für eine wunderschöne Präsentation, lieber Kai, über Milo De Angelis und seinen Werken. Das Alphabet des Auguenblicks über die armen Menschen um Mailand mi tenta tanto. Ich glaube übrigens, dass wir alle von Zeit zu Zeit den Faden verlieren, ob in Deutschland oder Italien! Ti auguro una buona notte e ti ringrazio tanto per questo post. Cari saluti :)Martina

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Martina,
      das Lob aus Deinem Mund freut mich besonders – weil ich Deine Posts immer wieder großartig finde und dann oft denke, das würd ich auch mal so hinkriegen.
      Und Du hast Recht (und bist erst die zweite, die das hie so sagt, was ich interessant finde), ab und zu mal den Faden zu verlieren ist ganz normal. Es kommt bloß drauf an, ob wir etwas daraus machen können oder eben nicht. Im Sinne von Neuanfang bin ich jedenfalls ganz und gar bei Dir.
      Liebe Grüße aus dem verregneten Rheinland
      Kai

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      • In deinem „Haus“ spüre ich eine ganz spezielle Atmosphere, wir in der Schweiz sagen „Es ist heimelig“ und ich fühle mich wohl und dafür danke ich dir, lieber Kai!
        Ich tue mich ja auch schwer mit dem Faden verlieren, aber mein Mann sagt dann, dass das doch egal sei und ich dann etwas anderes wieder besser auf die Reihe kriegen würde. In diesem Sinn wünsche ich dir eine gute Zeit. Martina

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  2. Lieber Kai, ich habe es ja auch auf meinem Blog schon erwähnt, dass ich mich die längste Zeit meines Lebens schlecht konzentrieren konnte – und manchmal gar nicht. Und manchmal habe ich damit gehadert und auch damit, dass so wenig von vielen Lektüren „hängengeblieben“ ist. Und will das jetzt auch überhaupt nicht schönreden. „Den Faden verlieren“, den man halten will, nach dem man greift, kann ziemlich furchtbar sein. Was ich aber gerne berichten möchte, dass sich mir in der letzten Zeit manches zusammengefügt hat, von dem ich nicht ahnte oder für möglich hielt, dass ich es besaß … Offenbar ließ sich manches verknüpfen, was mir bis dahin zusammenhanglos vorgekommen war, war doch mehr „da“ … Ich grüße sehr herzlich!

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Jutta,
      danke für Deinen lieben Kommentar. Allein, die Sache mit der Konzentration ist bei mir eher mit meiner Krankheit bzw. mit der Dialyse verbunden. Ich bin immer noch dabei, zu versuchen, die Dialyse zu akzeptieren, vor allem die Zeit, die sie in Anspruch nimmt und auch die Kraft, die sie meinen Körper kostet – und dann, sie in meinen Tagesablauf einzubauen, bzw. meinen Tagesablauf um sie herum zu bauen, so dass ich eine Zeit finde, in der ich runterkommen und mich konzentrieren kann. Ist nicht so einfach.
      Das, was Du zum Faden verlieren sagst, hat hier glaub ich, noch keine
      und keiner gesagt. Aber ich weiß, was Du meinst und vielleicht muss ich auch einfach mal in gewisser Hinsicht den Faden verlieren und das ganze ganz neu denken. Neuanfänge sind ja nicht das Schlechteste.
      In diesem Sinne sei herzlich gegrüßt
      Kai

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  3. Lieber Kai, vielen Dank für die Vorstellung! Und: Natürlich bleibe ich dir gewogen, wie deine vielen anderen Bloggäste auch : ) Alles Liebe
    Petra

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  4. Feine Fäden spinnen…
    Lieber Kai, den Faden hast Du nicht verloren. Es kommt nicht darauf an,wie oft und wie viel jemand etwas auspostet. Das sog. Real Life ist manchmal und oft wichtiger und schwieriger und hat besondere Herausforderungen. Deinen lyrisch beschwingten Abschweifungen tut dies keinen Abbruch. Ich lese sie sehr gerne. Nimm Dir die Zeit, wann immer Du Lust, Zeit und Energie dafür hast. Ich danke Dir für das Gedicht und dem poetischen musischen Faden-Finale und bin mir sicher, das kein Faden verloren gehen wird.
    Liebe Grüße,
    Stefan

    Gefällt 2 Personen

    • Lieber Stefan,
      vielen Dank für Deinen aufmunternden Kommentar – und fürs dabei bleiben. Du hast wohl recht, die Fäden verliert man nicht so schnell, aber manchmal sind sie sozusagen zum Verzweifeln verwickelt… oder anders gesagt, das Glas kann eben doch auch schon mal halbleer sein…
      Anyway, ich freue mich besonders über das, was Du über die „lyrisch beschwingten Abschweifungen“ schreibst!
      Danke dafür, das tut gut!
      Liebe Grüße von Hennef in die wunderschöne Stadt Hamburg
      Kai

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  5. Dir, deinem Blog, deinen Abschweifungen gewogen zu bleiben, das ist mir eine Selbstverständlichkeit. Immer freue ich mich, wenn du von dir hören lässt, ob lang, ob kurz, ob mit langen Pausen dazwischen oder nicht, das ist völlig egal.
    Die letzte Zeile des Gedichts ist mir heute „unangenehm“, vermutlich hat sich da was verheddert. Erstaunlich, so ein kleiner Text, und er kann einen befragen, auf das, was gerade ist… LG, Anna

    Gefällt 3 Personen

    • Liebe Anna,
      ein wirklich ganz herzliches Danke Schön für Deinen Kommentar. Was Du schreibst hat mich wirklich sehr gefreut!

      Für mich ist es manchmal schwierig, irgendwie Aufmerksamkeit auf den Blog zu lenken, wenn ich mal wieder lange nicht geschafft habe, etwas zu schreiben. Außer Twitter und WordPress selber benutze ich ja keine Social Media, mit Facebook kann ich mich nach wie vor nicht anfreunden, und so bleibt es eben wie es ist.

      Aber um so wichtiger sind mir dann so treue LeseInnen wie Du, die sich trotzdem nicht davon abhalten lassen, hier gelegentlich reinzuschauen. – Und ich bin unglaublich froh und dankbar, dass sich da inzwischen doch eine ganze Menge Menschen zusammengefunden haben, die das auch tun.

      Für mich ist der Blog eine wichtige Verbindung zur Welt mit der speziellen Möglichkeit, mich über das, was mich am meisten beschäftigt, eben Literatur und Poesie – und natürlich Musik und manchmal eben auch eher persönliches mit Gleichgesinnten im weitesten Sinne auszutauschen. – So, das musste sein, jetzt aber Schluß damit und zum Gedicht zurück….

      Was Du zum letzten Vers des Gedichtes sagst, kann ich gut nachvollziehen. Mir ging es erst auch so – und es ist ja schließlich auch nicht schön, den Faden zu verlieren oder ständig Angst davor zu haben. Trotzdem war es dieser Gedanke, der sich bei mir festgehakt hat, weil mir schlagartig etwas klar wurde, was mich die letzten Wochen fast unfähig gemacht hat, irgend etwas sinnvolles mit meinem Kopf zu tun. Ich kann es jetzt nicht näher erklären, Vielleicht so: das Gedicht hat meinem Kopf einen Schlag verpaßt, der nur zwei Wege offen lässt. Und ich habe mich dafür entschieden, zu versuchen, den Faden wieder in die Hände zu bekommen. Das Gedicht hat so bei mir einen Prozeß in Gang gesetzt. Der ist noch lange nicht zu Ende, aber was darf man von einem solch ‚kleinen‘ Gedicht mehr erwarten?

      So, sorry fürs Zuquatschen, nimm es einfach als eine kai-typische weitere kleine Abschweifung…

      Liebe Grüße
      Kai

      Gefällt 1 Person

      • Hallo Kai,
        ich kann das gut nachvollziehen, auch ich nutze außer WordPress und Twitter keine weiteren Kanäle. Das mag einem zwar geringere Klickzahlen bescheren, aber ich weiß genau, dass ich schlicht keine Zeit für Facebook etc. habe, also kann ich auch gut mit dieser Entscheidung leben.
        Aber da ist die Follow-Funktion doch eine schöne Sache🙂
        Mir geht es ähnlich, dass der Blog zumindest in Ansätzen einen Austausch und Anregung ermöglicht, die ich über diese Themen in meinem privaten Umfeld nicht oder nur sehr, sehr eingeschränkt finde. Da ich als Lehrerin arbeite, lasse ich das Persönliche eher raus – falls doch mal SchülerInnen/KollegInnen über den Blog stolpern sollten, möchte ich einfach noch selbst in der Hand haben, was da über mich zu erfahren ist. Obwohl das vielleicht auch illusorisch ist, denn die Art und Weise, wie wir schreiben und worüber wir schreiben, zeigt vielleicht manchmal schon mehr über uns als vermeintlich privatere Details …
        Ich finde das ganz, ganz schön und besonders, dass das Gedicht bei dir so einen Prozess in Gang gesetzt hat. Was mir noch dazu im Kopf herumspukt: Mir ist zum ersten Mal bewusst geworden, dass ein Faden eine zerbrechliche Sache sein kann, so schmal, so auf den ersten Blick sehr unscheinbar, man kann ihn so rasch verlegen, verschusseln, und dann, wenn man ihn zerreißen will, doch wieder total beharrlich und fest.
        Und dein „sorry“ fürs Zuquatschen lehne ich einfach mal ab, du hast mich nicht zugequatscht. Und ich hoffe dringlich, dass ich das jetzt auch nicht getan habe🙂 Wir fädeln jetzt einfach weiter. LG, Anna

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        • Liebe Anna,
          natürlich hast auch Dumich nicht zugequatscht, ganz im Gegenteil! Natürlich weil ich es liebe, auf diese Art zu Quatschen und in diesem Fall vor allem, weil Du mir mit Deinem Komentar noch einige Dinge zum Nachdenken mit auf den Weg gegeben hast.
          Und was mir am besten gefallen hat ist Dein Bild vom Faden, der am Ende doch nicht zerreißt. Ein wunderschönes Bild – auf den Zug springe ich sofort auf und Du hast Recht, wir fädeln jetzt einfach weiter!
          Liebe Grüße
          Kai

          Gefällt 1 Person

  6. Feine Fäden spinnst du hier, lieber Kai. Und ich mache mir gleich mal einen Knoten ins Taschentuch. Der soll mich daran erinnern, beim nächsten München-Besuch in der Lyrik-Bibliothek vorbeizuschauen. Herzliche Grüße von Poesie-Freundin zu Poesie-Freund!

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Maren,
      vielen Dank für diesen netten Kommentar. Man könnte meine Spinnereien ja auch chaotisch nennen – aber nein, feine Fäden spinnen, das gefällt mir jetzt doch besser😄
      Die Lyrik-Bibliothek ist bestimmt einen Besuch wert.
      Liebe Grüße
      Kai

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  7. Danke für die Vorstellung! Und besonders für den Hinweis auf Michael Krügers „Rede zur Poesie“. Lyrik ist, finde ich, immer ein wenig heikel, was Rezensionen angeht. Ich scheue mich oft davor …

    Gefällt 1 Person

  8. Hallo Kai,

    interessanter Tipp. Wenn ich wieder in M bin werde ich da mal vorbeischauen und mich etwas umgucken. Ich mag das sehr, in Bibliotheken rumstöbern, ohne Ziel.

    Durch Deine Kommentare ist mir die „Pause“ Deines Blogs gar nicht so bewußt geworden. Außerdem hat mich irgendwie das Zeitgefühl verlassen.Die Tage gleichen sich zu sehr. Darum ist ist das bloggen auch für mich so eine Art Therapie (eigentlich gehört das Wort schon wieder in Gänsefüßchen, aber man sollte es nicht übertreiben damit). Kurz gesagt – es macht mir einfach Spaß mit Dir und den anderen Bloggern zu kommunizieren. Mein Faden, an dem ich mich entlang hangele, ist betitelt: Was mach ich als nächstes. Das hilf mir über so manche trübe Stunden hinweg. Das man nicht immer in Topform ist, ist wohl selbstverständlich.

    Aber gute Spurenleser halten das aus.

    Beste Grüße vom Spurenleser und Navigator (früher nannte man mich so – kein Witz – gibt vielleicht mal einen Beitrag darüber)
    Erich

    PS: ich liebe das Wort „Gänsefüßchen“.

    Gefällt 4 Personen

    • Lieber Erich,
      das lohnt sich sicher, bei einem München-Besuch auch die Lyrik-Bibliothek zu besuchen. Stell Dir vor, eine Bibliothek voller Bücher – und nur Gedichte! Ich finde allein schon die Vorstellung schön.
      Ja die Kommentare, die fallen mir einfach leichter, strengen mich nicht so an, wie die Posts. Das liegt daran, dass ich da auf etwas reagieren kann, ich bin also insofern echt ein Gänsefüßchen oben fauler Hund Gänsefüßchen unten.
      Liebe Grüße
      Kai

      Gefällt 3 Personen

  9. noch zur Ergänzung: archetypisch interessant, der Minotaurus stammt von Helios, der Sonne ab (durch seine Mutter Pasiphae, die wie Medea eine Tochter von Helios war).

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Petra,
      perfekt assoziiert! Damit hast Du die erste Ebene des Gedichtes, wie ich finde, super erklärt. Und dann kommt sogleich der nächste Schub mit weiteren Assoziationen (ich meine Deinen zweiten Kommentar). Wunderbar, was so ein klitzekleines Gedicht alles auslösen kann, oder.
      Liebe Grüße
      Kai

      Gefällt 1 Person

  10. Starkes Gedicht.
    bei Rot und Faden assoziiere ich Adiadne – Labyrinth – Lebensfaden – Tod des Minotaurus – und dann, in der Fortsetzung. Theseus – Verrat – Dionysos. . Rot gegen den Himmel . was steht rot gegen den Himmel?? und Über dem Golf? Nur nicht den Faden verlieren.

    Gefällt 4 Personen

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