Archiv der Kategorie: Kulturgut

Da bin ich mal wieder No. X

einem kleinen Schatten folgend
in ein großes Sonnenfeld
wenn der Tag dann schließlich aufgeht

erstarre

ich vom Sonnenschock
und der Pracht, die dann erstrahlt

 

Erste notwendige Abschweifung
Dieser kleine, poetisch gemeinte Text fiel mir im Zusammenhang mit dem Gedicht von Amanda Auerbach RIGHTS ein. Das war ein überschriebener Post, der ursprünglich ein Text zu Matthias Zschokkes Lieber Nils (man siehts noch oben am Web Adressfeld) gewesen ist, danach zur EILMELDUNG umgeschrieben wurde und am Ende eben zu Amanda Auerbach wurde.

Schmetterlings- oder Sommerflieder

Zum Gedicht
Ich denke, der Text erschließt sich von selber. Er beschreibt genau die Situation, in der ich wieder einigermaßen bei Bewusstsein zu Hause am Esstisch saß und das ungeheuer vielfältige Grün ‚unseres‘ Waldes, und vor allem die vielen Blüten des Schmetterlingsflieders samt dazugehörigen Schmetterlingswolken, die fröhlich aus dem Flieder aufsteigen, sehen durfte… Ein richtiger Schock zuerst und dann ein Glücksmoment der ganz besonderen Art. Das ist schon alles und war so viel.

Zweite notwendige Abschweifung
Ich möchte diesen kleinen Text zum Anlass nehmen und einfach sagen, Ich bin wieder da! War mal wieder eine Weile weg und versuche jetzt, meine Arbeit am Blog wieder aufzunehmen.
Was nichts mit Literatur, Politik oder Musik im weitesten Sinne zu tun hat, könnte vielleicht mal mein persönliches online-Tagebuch werden.

Dritte notwendige Abschweifung
So, jetzt hab ich mir mal wieder viel zu viel vorgenommen, immer unter dem Vorbehalt, dass meine weitaus bessere Hälfte und ich meinen Gesundheitszustand nicht noch einmal derart abdriften lassen, dass ich für einige Tage ein großes Loch in meinem Gedächtnis habe. Das ist keine schöne Sache.

 

Wie immer freue ich mich über Rückmeldungen, Kommentare oder gerne auch Anfragen an meine persönliche Email Adresse kai60@me.com

Neues aus der Matratzengruft 06 | Zitate und Notate 02 || Catherine Meurisse

Donnerstag, 15.06.2017, und ich kämpfe immer noch mit dem Programm….

Liebe verbliebene Blogbesucher!

Seit Monaten versuche ich hier einen Beitrag über Catherine Meurisse zu schreiben. Madame Meurisse ist die ehemalige Chefkarikaturistin der Zeitschrift ,Charlie Hebdo‘, die aus purem Zufall (sie kam zu spät zur Redaktions-Sitzung) den Anschlag überlebte. Aber ich hab’s nie hingekriegt. Und auch heute wird es nur ein klitzekleiner Beitrag, ein paar Sätze nur, die Euch sagen sollen: es gibt mich noch, ich bin noch da – auch wenn es grade mal wieder nicht für lange Texte reicht.

Deshalb einen ganz besonderen Dank an Euch, die Ihr trotzdem immer wieder den Blog besucht – und auch noch ein ganz persönlicher Dank an diejenige, die mir immer wieder Halt und Mut gegeben hat!

Liebe Grüße,

Kai

9783551734242

Die Karikaturistin Catherine Meurisse, die seit vielen Jahren für Charlie Hebdo arbeitet, entkommt dem Attentat auf Charlie Hebdo nur, weil sie an diesem Morgen im Januar 2015 für die Redaktionssitzung zu spät dran ist. Viele ihrer Kollegen und Freunde werden bei dem Anschlag aus dem Leben gerissen. Sie selbst sucht seitdem nach einem Umgang mit der Tragödie und einem neuen Zugang zu ihrem Leben. Meurisse sucht in der Schönheit der Natur und der Künste nach anderen Bildern, macht sich nach Italien auf und beginnt langsam, zu ihrer eigenen Leichtigkeit zurückzufinden.

Mit „Die Leichtigkeit“ hat Catherine Meurisse ein intensives und sehr persönliches Buch geschaffen, das ihrer Trauer Raum gibt und zugleich eine Ermutigung ist, sich die Schönheit des Lebens zurückzuerobern.

Entnommen: Perlentaucher, Berlin im Herbst 2016

Neues aus der Matratzengruft 04 | Derek Walcott – Mittsommer, Tobago

 

DW2

Mittsommer, Tobago

Breite sonnengesteinigte Strände.


Weißblühende Hitze.
Ein grüner Fluß.

Eine Brücke,

gelbgebrannte Palmen

Derek Walcott : Gedichte, ausgewählt von Raoul Schrott, Siegfried Völker und Michael Krüger. München, Wien, Carl Hanser Verlag 1999, S. 8

 

Zum Autor
Derek Walcott wurde 1930 auf der Karibikinsel St. Lucia geboren und veröffentlichte mit 18 Jahren seinen ersten Gedichtband (die Angaben sind, je nach Quelle leicht unterschiedlich).

Er studierte in Jamaika, arbeitete dann in Trinidad als Journalist und gründete 1959 ein Theater, für das er Stücke schrieb und inszenierte.

Heute lebt Derek Walcott in den USA, wo er an der Boston University Dramaturgie lehrt.

Den Nobelpreis für Literatur erhielt der „karibische Homer“, wie ihn die englischsprachige Welt nannte, 1992

 

Das Gedicht
ist eines, das sich in meinen Augen selbst erklärt, wenn man den Titel liest.

Was mich daran beeindruckt hat, ist diese Momentaufnahme, die bei mir sofort atmosphärische Bilder im Kopf entstehen lässt, die einen eine ganze Weile beschäftigen.

 

Das Werk
ist recht umfangreich, In Deutschland nimmt sich der Hanser Verlag seiner an – allerdings nur mit 5 Gedichtbänden, wovon im Moment auch nur der Gedichtband „Der weisse Reiher“ lieferbar zu sein scheint, so dass man getrost auf die englischsprachigen Ausgaben, insbesondere die Gedicht-Sammelbände, ausweichen kann.

Wer mehr über das gesamte Werk dieses Dichters, Dramatikers und Essayisten wissen möchte schaut tatsächlich wg. des Überblicks mal bei der deutschen Wikipedia rein ->> hier der Link

 

Die hopefully erste und letzte wichtige Abschweifung zu diesem Thema
Ich habe inzwischen beschlossen, mich auf das LESEN zu konzentrieren, ohne daran zu denken, dass daraus unbedingt eine Besprechung werden muss. Das klappt derzeit prima und ich habe in den letzten Wochen richtig viele Bücher lesen können.

Und für die mögliche Zukunft habe ich mir vorgenommen,  jeweils drei der Bücher, die ich tatsächlich gut, wichtig oder auch total schlecht fand, in einem Post kurz vorzustellen, vielleicht mit einer Kurzbesprechung und auf jeden Fall mit einer ganz subjektiven Empfehlung versehen.