Archiv der Kategorie: Strietzeliana

Strietzeliana IV

Schafsmutter it ZwillingenSo ne Zwillingsmutter hat es auch nicht leicht… hab ich schon erzählt, daß so ab Ostersonntag ungefähr jeden zweiten Morgen beim Hundegang mindestens ein neues Lämmchen auf der Kamerunschafswiese aufgetaucht ist? Und einmal kamen dann diese Zwillinge, die sich da leicht gewalttätig an ihrer Mutter zu schaffen machen. Meine Oma hat immer  gesagt ‚Natur ist Natur‘. Hatte sie recht, auch wenn Sie das in der Regel eher auf einen mehr oder weniger leisen Darmwind bezog. Ach ja, und wenn er (der Darmwind) eher laut als leise daherkam, dann kam auch noch der bekannte Spruch: „Salomo der Weise spricht: Laute Fürze stinken nicht, aber die so leise wehn, denen musst Du aus dem Wege gehn!“ Tja, soviel zu meiner Oma.

IMG_4651Wo war ich? Bei unseren strietzelianisch-fruchtbaren Kamerunschafen. Es sind schon gar putzige Tierchen, aber manchmal auch recht seltsam. Heute z.B. musste meine dbH eines der Lämmer das da kläglich mähte vor dem bitterlichen Hungertod retten. Es hatte sich, wie auch immer, ausserhalb der Schafswiese verbracht, also irgendwie den Zaun überwunden – und stand nun kläglich mähend ebenda und wollte wieder zurück. Konnte aber nicht. Kein Loch im Zaun nirgends. Und was tun die anderen Schafe, die dummen? Ja nix! Die sind einfach in eine andere Ecke der Wiese getrottet. Wahrscheinlich, weil sie das Schafskind einfach nicht jammern hören wollten… Nun ja, aber da ist ja noch meine Iris, die bedeutendste Schafretterin von ganz Strietzel. kommt, sieht und bindet ihre kleine verwirrte Hündin an nen Zaunpfahl und rettet das Schaf. Was nicht ganz einfach gewesen sein muss, denn das dumme Ding ist immer weggelaufen und meine heldenhafte dbH immer hinterher. Bis sie das Tier endlich mit einem finalen Hechtsprung fangen und glücklich über den Zaun heben konnte.  DA kamen sie dann alle angelaufen, die anderen dummen Schafe, um die Rückkehr des verlorenen Schafes zu feiern. So gesehen hat das ganze auch noch was echt neutestamentarisches…

imageSo, das war es mal wieder für heute an tierischen Strietzeliana, nein stop, da war ja noch was seltsames. Etwas sehr seltsames, denn wir müssen in der Küche, genauer gesagt im Brotkasten, ein seltsam geschicktes Tier beherbergen. Als ich mir heute abend eine Scheibe dieses leckeren Nussbrotes abschneiden wollte, da sah das so aus wie hier links zu sehen. Meine dbH hatte dazu sogleich eine sehr schlüssige Theorie von einem Eichhörnchen mit einem dicken Po, das sich da zu schaffen gemacht hätte, aber irgendwie, ich weiss auch nicht wie, naja, ich liebe sie… Und damit endgültig Schluss für heute

sagt der zoologisch recht verwirrte alte Kai

Strietzeliana III

Heute bin ich ja man bannich kreativ, muss ich sagen, also zumindest was die Posts betrifft, die man aus dem Liegestuhl auf der strietzelianischen Terrasse heraus kritzeln kann. Hier also nun endlich wieder eine kleine Strietzelianität. SO sieht nämlich die Welt grad aus meiner Sicht aus

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Während ich das tue, nämlich gar nix ausser die Aussicht geniessen, tu ich eben manchmal doch was, nämlich zum Beispiel dieses wunderbare Buch von Edmund de Waal über seine Familie und die familiäre Netsuke-Sammlung lesen. Netsuke, was ist das, werdet Ihr fragen. Na ich würde sagen, das sind japanische Handschmeichler aus glattpoliertem, geschnitzten Holz oder aus Elfenbein – und eine ausgesprochen interessante Sache. Die liebe Susanne hat mir das bei Ihrem Besuch geschenkt und liebe Susanne, komm doch bald wieder, also jetzt nicht nur wegen Büchern wie diesem…

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Tja, so isses nu wieder bei uns in Strietzel. Derzeit übertönt übrigens das unglaubliche Vogelgezwitscher den Trecker von nebenan UND das Geräusch von Köln-Wahn ganz locker. Landleben hat eben auch Nachteile, wenn auch nicht für alle. Also z.B. wenn ich mich in meinem Liegestuhl mal umdrehe
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Aber nicht, dass Ihr denkt, ich tu sonst nix, nein nein, ich habe auch meine kleine Schnitzereien fürs Abendbrot mit meinem Abendstern, meiner Allerliebsten und dbH, gemacht. Ihr könnt es hier

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hm, besser noch hier

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mal kurz sehen. So, jetzt aber Schluss für heute, meine dbH hat sich eben vom mobilen Handsprechgerät aus gemeldet und nun muss ich mich sputen, dass ich aus der Schnitzerei (das ist mir beim Kochen ja ehrlich gesagt das liebste) auch was ess- und nicht nur pupsbares zustande bekomme.

Und wieder spricht der Haiku-Kai
ohne Haiku, da simmer dabei

Strietzeliana II

Liebe Gemeinde,

nach langer Durststrecke gibt es heute endlich mal wieder was neues aus Strietzel. Dabei hatte ich mir ja fest vorgenommen, nach dem Vorbild unserer besten aller Elfenfreundinnen, einen kleinen Ostsee/Schlei/Maasholm-Urlaubsblog schreiben.

Nun ja, es wurde dann für meine deutlich bessere Hälfte (dbH) und mich aus den zumindest manchen von Euch bekannten Gründen eher eine Art Urlaubs-Block.

Der Fussballer an sich würde wohl von einem wahren Seuchenjahr sprechen oder um es mit  Andreas Brehme, dem letzten großen deutschen Linksverteidiger vor Marcel Schmelzer zu sagen: Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß.

Na gut, bei uns betraf und betrifft es leider andere Körperteile – und das soll es jetzt auch zu diesem Thema gewesen sein. Denn andererseits können wir uns immerhin glücklich schätzen, dass wir, auch wenn wir einigermaßen lädiert daherkommen, ein wunderbares Zuhause haben, das die Seele schon mal ganz schön trösten kann.

Ganz abgesehen von all unseren wunderbaren Freunden, die in letzter Zeit immer dann da waren, wenn wir sie gebraucht haben. Euch allen ein riesiges Dankeschön – und nun möchte der Trainer möchte hier eigentlich keinen aus der Mannschaft besonders herausstellen, aber es muss sein: Liebe Elfen, soviel Danke kann man gar nicht sagen, wie nötig wäre, Ihr seid die besten Elfen aller Zeiten!

Aber nun mal zu den Strietzeliana: Heute morgen bin ich mit unserer Hündin mal wieder unseren Lieblingsfeldwegspaziergang am Ende von Uckerath gelaufen. Da wir für unsere Verhältnisse – dank der winterlichen Zeitumstellung – recht früh unterwegs waren, war es nach einer Nacht mit Minusgraden noch recht frisch, fetter Nebel lag über den Feldern und der angrenzende Wald war fast gar nicht zu sehen. Die Hündin fand es irgendwie anders als sonst und schaute sich immer mal besorgt zu mir um, bis plötzlich der Nebel durchbrochen wurde (naja, die strahlende Sonne hat sich wohl endlich durch den Nebel gekämpft) und vor uns rechts vom Weg eine Herde Kühe auftauchte. Doll, so eine Kuhherde, die aus dem Nebel auftaucht, und dann war für die Hündin auch alles wieder in Ordnung. Mir fiel dazu ein kleines Haiku (remember Haiku?) ein:

UCKERATH
Nebel überm Feld
Kuhherde taucht plötzlich auf
Alles wieder gut

Ok, ist nix dolles, aber ein Haiku muss schon sein. Jedenfalls war es ein schöner Spaziergang bei letztlich dann srahlendem Sonnenschein und sonnigen  -1 Grad.

Überhaupt haben wir jetzt so eine Mischung aus Herbst, Sommer und Winter, wobei grade im Moment der Winter zu gewinnen scheint und wir es uns heute schön gemütlich gemacht haben. Nein, es gibt keine Klimaveränderung.

Jedenfalls hier jetzt ein paar Bilder, damit Ihr seht, wie wunderschön wir es hier im Strietzelort haben:

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WAS VOM SOMMER ÜBRIGBLIEB

kümmerliche Tomatenerntereste 2012

a nackerte Terassen

letzte Liegestühle vor dem Winter

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WAS WIR IN STRIETZEL SO ALLES HABEN

unsere Meise, ja natürlich, ne Meise haben wir auch,

unsere Schafe


und noch mehr Schafe

Nachbars Pferde

einen kleinen Igel im Garten

der auch schon mal auf Entdeckungstour geht

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unseren Professor Clown

und natürlich unseren kleinen Schutzengel..

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WAS DER HERBST SO MIT SICH BRINGT
nämlich ne ganze Menge, zum Beispiel sonnige Herbstspaziergänge

India macht nen Herbstspaziergang

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und muss schon mal auf die lahmen Menschen warten

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oder vor der Bank mit unserem Lieblingsbaum

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und weil es so schön ist hier der Lieblingsbaum mit Indian Summer-Wald im Hintergrund.

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Manchmal geht man Zapfen sammeln

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und mach fette Zapfenbeute.

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und macht danach Rast, na wo? Unterm Lieblingsbaum natürlich!

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.ABER DANN KOMMT NATÜRLICH DAS SCHÖNSTE AN HERBST UND WINTER

zum Beispiel heute, bei vier Grad in der Sonne, ok, wenn man es nicht weiß…  aber das Bild musste einfach sein

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Der Kamin wird angemacht..

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Herr Karlsson nimmt seine Tätigkeit auf

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Iris bäckt lecker Birnentarte

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und dann gibt es Birnentarte mit Tee für die dbH und

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Birnentarte mit Kaffee aus dem großen Becher für den alten Kai, lecker! Auch wenn man sich das Ding hier mit nem Eichhorn teilen muss…

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Tja, da hat er gut lachen, der Blogautor mit der neuen Brille und den alten Zähnen (ich hab es versucht, aber ich hab meine Zähne auch mit Photoshop nicht schöner hingekriegt).

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Ach kuck, da kommt noch eine Nachzüglerin, die musste uns noch ein Ei zum Frühstück legt.

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So ist das also grade hier in unserem Strietzelort. Nächstes Mal werd ich Euch wieder was anderes erzählen – vielleicht über meine derzeitige Bettlektüre, die Biografie von Salman Rushdie. Ein irres Buch über ein irrsinniges Leben. Na, schaun mer mal. Und ganz bestimmt müsst Ihr auch wieder ein Haiku ertragen…

Bis dahin grüsst Euch die ganze Strietzelbagage und ganz besonders der einarmige, alte Kai..

ach ja, genau, das hat der Herbst ja auch noch mitgebracht, na hätte gar nicht sein müssen